Austin Powers: International Man of Mystery (1997)

Tiefgefrorener Macho-Geheimagent aus den 60ern versucht in den politisch korrekten 90ern seine Nemesis auszuschalten.


von Martin A. Blatter


Er sieht aus wie ein lebender Anachronismus: Austin «Danger» Powers (Mike Myers) war in seiner Zeit der ultimative Gentleman-Spion, trotz scheusslicher Hasenzähne und herzförmig behaarter Brust. In den 60er-Jahren entwischt ihm sein Stamm-Bösewicht Dr. Evil (Mike Myers), eingefroren in einer Raumkapsel in Form eines Fast Food-Maskottchens. Als Dr. Evils Raumschiff 30 Jahre später seine Erdumlaufbahn verlässt, um in der Nähe von Las Vegas zu landen, beschliessen die Geheimdienste, den ebenfalls tiefgefrorenen Powers zu reanimieren. Dr. Evil erpresst die Welt auf eine Billion Dollar, ansonsten will er mit einer Bombenexplosion im Innern der Erde alle Vulkane der Welt zum Ausbruch bringen.


Dr. Evil mit Number Two (l), Frau Farbissima ® und seiner Katze Mr. Bigglesworth

Groovy, baby!

Anfänglich durch den Kulturschock sichtlich verwirrt, wird Powers durch die bildhübsche Agentin Vanessa Kensington (Elizabeth Hurley) innert kürzester Zeit in der Gegenwart assimiliert. Doch Vanessa ist eine emanzipierte Frau der 90er und lässt sich die plumpe Anmache des hoffnungslos antiquierten Hipsters nicht gefallen. Auch Dr. Evil hat so seine Schwierigkeiten, sich in unserer Zeit zurechtzufinden und ist auf seine engsten Mitarbeiter, wie Frau Farbissima (Mindy Sterling), Gründerin des militanten Flügels der Heilsarmee, und Number Two (Robert Wagner) mit seiner Sekretärin Alotta Fagina (Fabiana Udenia), angewiesen. Zudem hat er Schwierigkeiten mit seinem pubertierenden Sohn Scott (Seth Green), den seine Mitarbeiter aus seinem tiefgefrorenen Sperma im Reagenzglas gezeugt haben. Austin und Vanessa müssen nun mit vollem Körpereinsatz in der Wüste von Nevada das Hauptquartier von Dr. Evil aufspüren um den Countdown der Bombe aufhalten. Dabei taut auch die unterkühlte Vanessa endlich auf.



Shagadelic!

Wer sich dem Toiletten-Humor von «Austin Powers» bedingungslos hingibt, wird seine helle Freude an dieser verrückten James Bond-Persiflage haben. Myers bringt seine bewährte Comedy-Routine ein und hinterlässt besonders als bösartig-naives Donald Pleasence-lookalike Dr. Evil einen bleibenden Eindruck. Ganz köstlich ist Dr. Evils und Scotts Besuch in der Vater-Sohn-Therapie. «Austin Powers» ist sicher keine cineastische Glanzleistung, aber für zwei unbeschwerte Stunden in leicht erheitertem Geisteszustand ist dieser Streifen perfekt geeignet.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Austin Powers: International Man of Mystery (1997)
Land:USA
Genre:Komödie
Bewertung:
 
Regie:Roach, M. Jay
Drehbuch:Myers, Mike
Produktion:Moore, Demi
Myers, Mike
Todd, Jennifer
Todd, Suzanne
Ausf. Prod.:McLeod, Eric
Polstein, Claire Rudnick
Kamera:Deming, Peter
Schnitt:Neil-Fisher, Debra
Musik:Clinton, George S.
Ausstattung:Charette, Cynthia Kay
Kostüme:Appel, Deena
Besetzung:Alaouie, Afifi
Bacharach, Burt
Bartel, Cheryl
Baskin, Elya
Bringleson, Mark
Bristow, Patrick
Dillon, Paul
Ferrell, Will
Gammell, Robin
George, Brian
Green, Seth
Howard, Clint
Hurley, Elizabeth
Kairys, Ted
Kierny, Tyde
Lamontagne, Cynthia
Margolis, Cindy
Marie, Heather
Mazur, Monet
McMullan, Jim
Melocchi, Vince
Monroe, Steve
Moore, Barbara Ann
Mullarkey, Neil
Myers, Mike
Napier, Charles
Payne-Gabriel, Laura
Richter, Joann
Rogers, Mimi
Russell, Carlton Lee
Scott, Donna W.
Smith, Sara
Son, Joe
Sterling, Mindy
Sullivan, Lea
Thomas, Larry
Udenio, Fabiana
Van Putten, Chekesha
Wade, Kaye
Wagner, Robert
Weaver, Daniel
York, Michael
 
Länge:87 Minuten
Negativ:35 mm
Bild:35 mm (Farbe)
Ton:Dolby SR-D
CH Verleih: Focus Film


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