Babe

Lustig, schlau und äusserst mutig


Ein neugieriges "Säuli" auf dem Bauernhof

In einer scheusslichen Tierfabrik treiben dunkle Männer in langen Mänteln eine Muttersau, die gerade ihre Jungen säugt, in einen Tiertransporter des Schlachthofes. Von den übriggebliebenen Ferkeln wird eines ausgewählt und landet als Tombolapreis auf dem Jahrmarkt eines kleinen Bauerndorfes.

Der Gewinner der Tombola, der alte Framer Hoggett (James Cromwell) und seine Frau (Magda Szubanski) wissen zuerst nicht so recht, was sie mit dem Säuli anfangen sollen und denken zuerst daran, das Tier gut zu mästen, um es dann bei Gelegenheit zum Weihnachtsbraten weiterzuverarbeiten. Auf dem Bauernhof können alle Tiere miteinander sprechen und es gibt eine strenge Hierarchie. Babe (Synchronstimme von Ursula Schäppi), so der Name des Schweinchens, hat es als einziges Tier seine Gattung anfangs schwer, sich in die sozialen Strukturen der Bauernhoftiere einzuordnen. Einsam und seiner Mutter beraubt, ist Babe froh, als sich die gutmütige Schäferhündin Fly (Prisca Hänggi) seiner annimmt.

Doch auch bei den Tieren auf dem Hof gibt es Intrigen, Neid und Machtspiele. So versucht zum Beispiel die Ente Ferdinand (Walter Andreas Müller), Babe als Komplize für den Diebstahl eines Weckers zu gewinnen. Ferdinand versucht mit allen Mitteln, die Rolle des Hahns zu übernehmen, um einem Ende als "Ente à l'orange" zu entgehen. Da ist ein Wecker natürlich eine bedrohliche Konkurrenz. Auch die hochnäsige Katze Herzogin (Birgit Steinegger) und der mürrische Schäferhund Rex (Inigo Gallo) machen unserem Säuli das Leben schwer.

Beeindruckt von der effizienten Art, wie die Hunde die Schafe im Griff haben und unterstützt von Fly, möchte Babe gerne eine Karriere als Schäfer-Schwein anstreben. Zuerst wird es von den Schafen ausgelacht, doch mit der Zeit lernen sie die freundliche Art von Babe zu schätzen. Auch Hoggett hat das Tier in sein Herz geschlossen und so entgeht das Säuli der Pfanne. Inzwischen ist es beim Schafhüten so unentbehrlich geworden, dass der Farmer beschliesst, es zum grossen Hirtenhund- Wettbewerb anzumelden. Wird Babe der Herausforderung gewachsen sein?

"Babe" ist ein bezaubernder Film für jedes Alter. Die puztigen Tiere (allein für die Rolle des Ferkels wurden 48 Tiere ausgebildet), die hervorragenden Animatronics-Effekte (von Jim Henson's Creature Shop), die bewegnde Geschichte und nicht zuletzt die recht gelungene Synchronisation der schweizerdeutschen Version lassen keinen Zuschauer unberührt. Die Vermenschlichung von Tieren mag ein fragliches Mittel sein, erfüllt aber in diesem Film einen guten Zweck, nämlich den Apell zur Toleranz gegenüber Andersartigen. Im Vergleich zum künstlichen Kitsch mancher populärer Trickfilme zeichnet sich "Babe" besonders durch seine einfühlsame Darstellung und seine Aufrichtigkeit aus.

Angaben zum Film



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