Blues Brothers 2000 (1998)

«The Blues Are Back»


von Thomas Hunziker


Nun, das stimmt so nicht ganz. Als nämlich Elwood Blues (Dan Akroyd) aus 18 Jahren Staatsferien entlassen wird, wartet er vergeblich auf seinen Bruder Jake (John Belushi, wir vermissen dich!). Der ist mittlerweile verstorben, doch auf eine Fahrt nach Chicago muss Elwood dennoch nicht allzu lange warten. Ein Mitglied der Blues Brothers Band führt, seit sich die Band aufgelöst hat, ein Striplokal und bietet Elwood eine Stelle als Sänger an. Der denkt inzwischen nur an das eine, an die Wiedervereinigung der Blues Brothers Band. Bei seiner Suche stösst er auf das Waisenkind Buster (J. Evan Bonifant) und seinen «Stiefbruder» Cabel Chamberlain (Joe Morton), der bei der Polizei beschäftigt ist und sich über das Angebot in der Band mitzuspielen wenig erfreut zeigt. Buster entwendet ihm kurzerhand auch noch die für den Kauf eines neuen Bluesmobils nötigen fünfhundert Dollar. Dies und der Umstand, dass Buster eigentlich ins Waisenhaus zurückkehren hätte müssen, veranlasst Cabel dazu auf Elwood eine Fahndung auszuschreiben. Gleichzeitig gerät Elwood auch noch ihn Schwierigkeiten mit der russischen Mafia.


Auf der Reise nach New Orleans wird von Country bis...

Chaos, Verwirrung und Blues

Als die Suche nach weiteren Bandmitgliedern endlich abgeschlossen ist, verlassen die Blues Brothers und ihre Band fluchtartig Chicago. Ihr Ziel ist New Orleans, wo sie am «Battle of the Bands» von Queen Moussette (Erykah Badu) teilnehmen wollen. Der Weg ist jedoch lang, die Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen und es muss schliesslich noch Zeit für einige musikalische Aufenthalte und chaotische Autounfälle geben. Zweifellos sind die Blues Brothers auf ihrer Mission zur Erhaltung der guten Musik stark gefordert. Diese Mission erfüllen die Blues Brothers und ihre Reisegenossen einwandfrei. Den Erwartungen, dem Kultoriginal eine standesgemässe Fortsetzung zu schaffen, werden Dan Akroyd und Regisseur und Koautor John Landis allerdings nicht gerecht. Bereits die Handlung des Originals war ziemlich dünn, für die Fortsetzung einfach dieselbe zu übernehmen und lediglich die Qualität der Musik und Anzahl der verschrotteten Autos zu steigern reicht für einen zufriedenstellenden Film einfach nicht aus.


...zum erlösenden Gospel (fast) alles gespielt.

Aber sogar John Goodman kann singen

Dennoch ist Blues Brothers 2000 empfehlenswert, sowohl für eingefleischte Blues Brothers, als auch für normalsterbliche Musikbegeisterte. Mit Ausnahme von John Belushi und Cab Calloway, die aus gesundheitlichen Gründen an der neuen Produktion nicht teilnehmen konnten, werden in der Fortsetzung alle Figuren des Klassikers wiedervereint und durch bekannte Musikgrössen (u.a. B.B. King, James Brown, Aretha Franklin, Eric Clapton, Isaac Hayes), sowie aussichtsreiche junge Talente (u.a. Erykah Badu, Blues Traveler) unterstützt. John Goodman kann, trotz gewaltiger Schuhgrösse, die Fussstapfen von John Belushi natürlich nicht füllen, singen kann er aber, ebenso wie die zwei neuen Mitglieder der Familie Joe Morton und J. Evan Bonifant. Unterwegs und beim Finale sind die Blues Brothers wieder einmal gezwungen ihr ganzes Repertoire von Blues und R&B über Gospel und Rock bis hin zu Country und Reggae zum Besten zu geben. Nur Heavy Metal und Techno spielen sie nicht, und das ist gut so. Wer den Gang ins Kino nicht antreten will, sollte zumindest einmal in den mitreissenden Soundtrack reinhören.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Blues Brothers 2000 (1998)
Land:USA
Genre:Komödie
Bewertung:
 
Regie:John Landis
Drehbuch:Dan Aykroyd
John Landis
Produktion:Dan Aykroyd
Leslie Belzberg
Grace Gilroy
John Landis
Kamera:David Herrington
Schnitt:Dale Beldin
Musik:Paul Shaffer
Ausstattung:Bill Brodie
Kostüme:Deborah Nadoolman
Besetzung:Dan Aykroyd
Erykah Badu
Jeff Baxter
Michael Bondar
Gary U.S. Bonds
J. Evan Bonifant
Lonnie Brooks
James Brown (I)
Demo Cates
Faith Chorale
Eric Clapton
Clarence Clemons
Steve Cropper
John T. Davis
Tom Davis (I)
Susan Davy
Bo Diddley
Dr. John
Donald 'Duck' Dunn
Murphy Dunne
John Faddis
Eddie Floyd
Aretha Franklin
Candide Franklin
Kathleen Freeman (I)
Soo Garay
John Goodman
Liz Gordon
Willie Hall
Darrell Hammond
Jillian Hart
Isaac Hayes
Wally High
Brendan Hill
Slavko Hochevar
Howard Hoover
Jennifer Irwin (I)
Prakash John
Birch Johnson
Shannon Johnson
Fred Keeler
Chan Kinchla
B.B. King
Richard Kruk
Max Landis
Jonny Lang
Steve Lawrence
Walter Levine
Tom Malone (II)
Lou Marini
Chris Marshall
Tommy McDonnell
Sam Moore (II)
Jeff Morris
Joe Morton
Matt Murphy (I)
Charlie Musselwhite
Frank Oz
Patrick Patterson
Victor Pedtrchenko
Nia Peeples
Leon Pendarvis
Wilson Pickett
John Popper
Steve Potts
Billy Preston
Lou Rawls
Danny Ray
Joshua Redman
Nicholas Rice
Esther Ridgeway
Gloria Ridgeway
Gracie Ridgeway
Sharon Riley
Sandi Ross
Alan Rubin
Paul Shaffer
Bobbie Sheehan
Gloria Slade
George Sperdakos
Igor Syyouk
Koko Taylor
Shiraz Tayyeb
Travis Tritt
Jimmie Vaughan
Grover Washington Jr.
Wylie Weeks
Junior Wells
Stevie Winwood
Jacques de Johnette
 
Länge:124 Minuten
Negativ:35 mm
Bild:35 mm (Farbe)
Ton:Dolby Digital
Prod.-firma:Universal Pictures
CH Verleih: United International Pictures


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