Le dîner de cons (1998)

Gemeine Mahlzeiten.


von Serge Zehnder


Francis Veber ist ein altgedienter Film- und Bühnenregisseur.Und mag er nicht die Stellung eines François Truffauts, Louis Malles oder Claude Chabrols haben, ist er doch dank seiner regen Zusammenarbeit mit dem Duo Pierre Richard/Gérard Dépardieu ein fester Bestandteil der französischen Unterhaltungskultur. Seine Filme wie «Le Chèvre» oder «Les Compères» wurden auch für den amerikanischen Markt neuaufgelegt. Le Diner De Cons ist deshalb auch nicht mehr als eine temporeiche Komödie, die alleine der Unterhaltung dient.


Pignon (Villeret) stellt Bronchants Haushalt auf den Kopf.

FÜRSORGLICHES CHAOS

Eine Gruppe von Yuppies macht sich einen Spass daraus, dass jeder von ihnen einen etwas weltfremden Kleinbürger an ein fürstliches Diner einlädt, um sich dann über sie zu mokieren und unter ihnen den grössten Spinner zu küren. François Pignon (Jacques Villeret) ist eines der Opfer, dessen Hobby darin besteht aus Streichölzern Miniatur-Versionen von Häusern, Schiffen oder Monumenten wie dem Eiffelturm zu basteln, und dann auch noch mit diesen Kreationen seine Umwelt drangsaliert. Vom Geschäftsmann Pierre Bronchant (Thierry Lhermitte) wird Pignon vor dem Essen noch kurz auf einen Apéro zu sich eingeladen, da Bronchant «seinen» Spinner kennenlernen will, bevor er ihn dem Spott seiner Freunde aussetzt. Ein Fehler, den Bronchant bald zu bereuen beginnt, als Pignon voller Gutmü:tigkeit den Haushalt des Yuppies auf den Kopf stellt.
Veber setzt hier ganz auf den schnellebigen Witz der Theatervorlage. Situationskomik und feiner verbaler Humor sorgen für kurzweilige 90 Minuten, und mit Lhermitte und Villeret hat der Regisseur wie schon mit Richard und Dépardieu ein sehr gegensätzliches Paar gefunden, dass humoristisch aus den Vollen schöpft.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Le dîner de cons (1998)
Genre:Komödie
Bewertung:
 
Regie:Francis Veber
Drehbuch:Francis Veber
Musik:Vladimir Cosma
Besetzung:Catherine Frot
Francis Huster
Thierry Lhermitte
Daniel Prévost (I)
Alexandra Vandernoot
Jacques Villeret
 
Länge:90 Minuten
Negativ:35 mm
Bild:35 mm Scope (Farbe)
CH Verleih: Monopole Pathé Films


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