Dragonheart

Im Kampf gegen das Böse ziehen der letzte Drache und der letzte Drachentöter gemeinsam zu Felde.



In einer Rebellion fällt der tyrannische König Freyne (Peter Hric) und sein Sohn und Thronfolger Einon (David Thewlis und Lee Oakes) wird in seinem Übermut lebensgefährlich am Herz verletzt. Verzweifelt bittet Königin Aislinn (Julie Christie) einen mächhtigen Drachen (mit der Stimme von Sean Connery) um Hilfe. Dieser tauscht die Hälfte seines Drachenherzes gegen den Schwur Einons, von der Tyrannei Abstand zu nehmen und Güte under seiner Herrschaft walten zu lassen. Ritter Bowen (Dennis Quaid), der friedfertige Mentor Einons, soll ihn an seinen Schwur erinnern.


Der Lehrer tifft auf seinen Schüler:
David Thewlis und Dennis Quaid

Tod den Ungeheuern

Doch Einon verfährt in noch rücksichtsloserer Weise mit seinen Untertanen, zwingt sie gar zur Fronarbeit. Bowen fühlt sich vom Drachen betrogen und macht sich als Drachentöter daran, sich für das Unrecht an den fliegenden Ungeheuern zu rächen ­ mit durchschlagendem Erfolg. Bald schon ist nur noch ein Drache übrig, just jener mit dem geteilten Herz. In einer spektakulären Patt-Situation kommen sich die beiden näher und beschliessen, künftig mit gestellten Drachentötungen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die schön wilde Schöne:
Dina Meyer als Kara
Als ihr Weg sie wieder in die Nähe von Einons Königsreich bringt, machen sie Bekanntschaft mit der ambitionierten Kara (Dina Meyer). Ihr Versuch, einen erneuten Aufstand zu organisieren, stösst beim Volk auf wenig Echo ­ bis Bowen und sein Drache, der fortan Drako heisst, sie in ihrem Bestreben unterstützen. Nach aufwendigem Training bläst das unterdrückte Volk zum erneuten Sturm auf die Burg Einons. Gegen das gut organisierte Fussvolk haben die trägen Ritter denn auch keine Chance und nur mit knapper Not kann Einon in die Burg flüchten. Das gemeinsame Herz verbindet Drako und Einon auf mystische Weise: Nur wenn Drako stirbt, kann Einon getötet werden. So sieht sich der einstige Meister der Drachentöter in der Zwickmühle.


Tolle Tricks und dünne Story

Die Geschichte ist für einen Fantasyfilm sehr linear ausgefallen. Es fehlen spannende Verflechtungen und Wendungen, der Ausgang ist schon bald nur noch eine Frage der Zeit. Etwas mehr Phantasie wäre dem Film gut angestanden. So bleibt ein immerhin bemerkenswerter Meilenstein in der Animationstechnik.

Gääähn!
Und die hat es dafür in sich. Drako wurde komplett in Computern zum Leben erweckt. Einzig in einer Szene, in der Bowen im Mund des Drachen steht, ist dessen Zunge ein Requisit. Alles Übrige wurde später animiert und hineinkopiert. Das Besondere daran ist die Tatsache, dass Sean Connery nach dem Dreh, aber noch vor der Animation den Text Drakos vor laufenden Kameras förmlich inszenierte. Aufgrund dieser Aufnahmen wurde das Gesicht, die Mimik und Gestik des Drachens modelliert, mit dem Ziel, Drako nicht als zweidimensionales Objekt, sondern als glaubwürdige Persönlichkeit auf die Leinwand zu bannen. Kein leichtes Unterfangen, doch es ist den fast hundert Animateuren von George Lucas' berühmter Industrial Light & Magic vollends gelungen. Wurde bei Jurassic Park der T-Rex noch mit rund 8'000 beweglichen Punkten erfasst, sind es bei Drako deren 280'000. Und so können wir denn einen "lebendigen" Drachen beim Fliegen, Plaudern und Zünseln erleben. Bilder, die für mich den Film trotz aller Schwächen wieder sehenswert machen.

Sven Schwyn

Angaben zum Film

Titel:Dragonheart
Genre:Fantasy
Bewertung:*** 1/2
Länge:103 Minuten
Regie:Rob Cohen
Drehbuch:Charles Edward Pogue
Produktion:Raffaella De Laurentiis
Kamera:David Eggby, A.C.S.
Musik:Randy Edelman
Besetzung:Dennis Quaid (Innerspace, Something to Talk About)
David Thewlis (Naked, Restoration, James and the Giant Peach)
Dina Meyer (Johnny Mnemonic)
Sean Connery (diverse 007, The Name of the Rose, Indiana Jones III)
Verleih:UIP



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