Dunston Checks In

Allein im Hotel...


Ich glaub' mich laust der Affe...

Tiere scheinen in Kinderfilmen eine wichtige Rolle zu spielen. Nach Delphinen (Free Willy, Flipper) und Schweinen (Rennschwein Rudi Rüssel, Babe) tobt sich nun ein Orang-Utan auf der Leinwand aus. Der natürliche Charme eines Menschenaffen lässt sich sicherlich nicht verkennen, zudem ist so ein Tier von sich aus komisch, ohne dass da jemand gross inszenieren und choreographieren muss.

Im noblen Luxushotel "Majestic", wo sich Lords und Ladies, Stars und Sternchen die Klinke in die Hand geben, arbeitet Robert Grant (Jason Alexander) als Hotelmanager. Neben den illustren und nicht besonders pflegeleichten Gästen hat sich der gestresste Grant noch mit seinen zwei unternehmunglustigen Kindern Kyle (Eric Lloyd) und Brian (Graham Sack) und der pingeligen und kompromisslosen Hotelbesitzerin (Faye Dunaway) herumzuplagen. Zudem steht der prestigeträchtige "Crystal Ball" ins Haus, bei dem alles perfekt laufen sollte, denn dazu wird ein einflussreicher Gastrokritiker erwartet.

Die Nachricht, dass sich ein Affe im Hotel rumtreiben soll, erfüllt Grant deshalb nicht gerade mit Freude. Eingeschleppt wurde das Tier vom bösen Juwelendieb Lord Rutledge (Rupert Everett), der den Orang-Utan Dunston zum Stehlen abgerichtet hat. Die Kinder kommen per Zufall Rutledge auf die Spur und kümmern sich um den Affen. Natürlich ist so ein Tier nicht berechenbar und so sorgt es in der Nobelabsteige für reichlich Verwirrung unter Besuchern und Gästen. Nachdem sich der "Crystal Ball" mit Dunstons tätiger Mithilfe zur mittleren Katastrophe entwickelt hat, wird Grant zwar gefeuert, es kommt aber dennoch für alle zu einem Happy End...

"Dunston Checks In" scheint auf ein sehr junges Publikum ausgerichtet zu sein. Der Film bietet zwar alle klassischen Elemente der Komödie, die klischeehaften Situationen sorgen aber beim erwachsenen Zuschauer nur gelegentlich für ein müdes Lächeln. Kinder werden jedoch am quirligen Orang-Utan und den einfallsreichen jungen Helden Kyle und Brian ihre helle Freude haben. Und wieder einmal fragt man sich, was sich die Verantwortlichen beim Verleih gedacht haben, als sie sich den deutschen Titel aus den Fingern saugten, denn Dunston ist in diesem Film alles andere als allein im Hotel.

Martin A. Blatter

Angaben zum Film

Bewertung: *1/2...



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