Event Horizon (1997)

Komm, betrete die Gravitations-Antriebs-Kammer und schau, wie weit Du kommst!


von Michelle A. Hoyle


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Das Jahr ist 2047. Mitglieder des Raumschiffs «Lewis & Clark», angeführt von Captain Miller (Laurence Fishburne), werden in die Umlaufbahn des Neptuns gesandt, um eine Rettungsmission für die Event Horizon auf die Beine zu stellen. Die Event Horizon, ein experimentelles Forschungsschiff, verschwand sieben Jahre zuvor auf seinem Jungfernflug. Der brillante Designer der Event Horizon, Dr. William Weir (Sam Neill), begleitet das Rettungsschiff, um als Ratgeber über seinen experimentellen Prototyp zu fungieren. Die Mannschaft erreicht die Event Horizon an die 57 Tage später und beginnt, das Schiff nach Ueberlebenden zu durchsuchen, schliesslich musste jemand den Notruf ausgesendet haben, der sie überhaupt hierhergebracht hat. Von hier an laufen die Dinge für die unerschrockene Crew nicht mehr nach Plan.


Laurence Fishburne liefert eine überraschend schwache Leistung als Captain Miller ab
Event Horizon verspricht, Sie an den Rand des Universums zu entführen, aber man landet schliesslich nirgens, und das schnell!

Die Voraussetzungen von Event Horizon hätten viel Potential für einen grossartigen Science-Fiction-Streifen; ein Raumschiff, die Event Horizon eben, wurde mit einem experimentellen Antrieb konstruiert, welcher es erlaubte, Löcher in das Raum-Zeit-Gefüge zu reissen und fast unmittelbar von einem Punkt zum anderen zu reisen. Unglücklicherweise mutiert der Film nach einem tollen Beginn mit grossartigen Effekten und Kameraarbeit schnell zu einem Horror-Streifen. Einer der Art, die den Erschreckungs-Reflex bis an die Grenze der Ausdauer reizt. Ich gebe zu, dass es mir Schrecken einjagte, aber da war nichts neues oder einfallsreiches an dem, was den Schrecken erzeugte, und es war keine grosse Science Fiction. Das Blut gewann die Oberhand.


Sam Neill als Dr. William Weir, brillanter Wissenschaftler und Brecher von Naturgesetzen

Die Mutter Natur auszutricksen kann Ihre Gesundheit gefährden

Die Besetzung, inklusive Kathleen Quinlan (Apollo 13) und Joely Richardson (101 Dalmatians), spielten ihre Rolle OK, aber da ist nichts, worüber es sich zu schwärmen lohnt. Das einzige wirklich versöhnlich stimmende Merkmal ist schliesslich der «Look» des Films, dargeboten von Paul Anderson (Mortal Combat), dem Regisseur. Er bringt uns dunkle, gut texturierte Umgebungen, die unverfälscht angsteinflössend sind. Die Effekte sind ebenfalls sehr gut, mit einigen spektakulären langen Shots von Neptun. Aber Spezialeffekte und Ambiance sind nicht genug, um den Film zu retten. Fazit: man verpasst nicht viel, wenn man diesen Film nicht im Kino sieht. Es ist risikolos, auf das Video oder noch länger zu warten, ausser man ist ein Horror-Fan.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Event Horizon (1997)
Land:USA
Genre:Science Fiction
Bewertung:
 
Regie:Anderson, Paul (III)
Drehbuch:Eisner, Philip
Produktion:Bolt, Jeremy
Gordon, Lawrence (I)
Isherwood, Sarah
Levin, Lloyd
Ausf. Prod.:Gillott, Nick
Kamera:Biddle, Adrian
Schnitt:Hunter, Martin
Musik:Kamen, Michael
Ausstattung:Bennett, Joseph (II)
Kostüme:Mollo, John
Besetzung:Chant, Holley
Fishburne, Laurence
Huntley, Noah
Isaacs, Jason
Jezek, Robert
Jones, Richard T.
Marinker, Peter
Neill, Sam
Noseworthy, Jack
Pertwee, Sean
Quinlan, Kathleen
Richardson, Joely
Wright, Barclay
 
Länge:95 Minuten
Negativ:35 mm
Bild:35 mm Scope (Farbe)
Ton:DTS
CH Verleih: United International Pictures


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