A Goofy Movie

Vater-Sohn-Konflikt mal anders


Goofy, der sympathische Tolpatsch aus den Disney-Comics, hat endlich seinen eigenen Spielfilm bekommen. Im Gegensatz zu den Geschichten in den gedruckten Comics hat Goofy im Film einen Sohn namens Max und arbeitet in der Fotoabteilung eines Warenhauses. Erstaunlicherweise scheint Max allerdings keine Mutter zu haben, aber in Entenhausen sind die Verwandtschaftsverhältnisse sowieso etwas seltsam.

Max hat sich in seine Klassenkameradin Roxanne verliebt, doch die würdigt ihn keines Blickes. Als er es am letzten Schultag endlich schafft, Ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, kommt ihm sein Vater in die Quere. Er will naemlich mit seinem Sohn eine Angelreise quer durch die Vereinigten Staaten unternehmen. Nichts scheint ihn von seinem Vorhaben abbringen zu koennen und so muss Max zähneknirschend auf das geplante Date mit seiner Angebeteten verzichten. Zur Entschuldigung erzählt er Roxanne, dass er mit seinem Vater ans Konzert von Powerline, einem Trickfilm-Imitat von Synthetik-Popstar Michael Jackson, fahren würde, um dort mit dem Kinder-Idol gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Widerwillig folgt er seinem Vater zu den seltsamsten Plätzen und schäbigsten Vergnügungsstätten, die man sich vorstellen könnte. Goofy gibt sich zwar redlich Mühe, seinen Sohn aufzuheitern, doch Max kann sich nicht von seinem Liebeskummer erholen. Er geht sogar soweit, heimlich Goofys Karte mit der Reiseroute zu manipulieren, um schneller an sein Ziel, Los Angeles, zu kommen.

Doch nachdem die beiden haarsträubenste Abenteuer erlebt haben, und Goofy vom Betrug mit der Karte erfährt, gesteht Max seine Probleme und erzählt seinem Vater, was er Roxanne versprochen hat. Goofy merkt, dass seine Sohn nicht mehr ein kleines Kind ist und seine Selbstständigkeit braucht. Er beschliesst, sofort mit seinem Sohn als Konzert nach Los Angeles zu düsen. In der Zwischenzeit sitzt Roxanne mit ihren Schulkolleginnen und Kollegen vor dem Fernseher und wartet gespannt auf den Auftritt von Max. Werden es Max und Goofy schaffen, rechtzeitig ans Konzert zu kommen und sich auf die Bühne zu schmuggeln?

"A Goofy Movie" ist ein unterhaltsamer und nicht allzu stark moralisierender Zeichnetrickfilm für die ganze Familie. Er hebt sich wohltuend vom Mega-Kitsch ab, der in der letzten Zeit sonst so aus den Disney-Studios kommt. Die disney-typischen Songs sind zwar nicht besonders eingängig, aber sie werden recht spärlich eingesetzt.

Martin A. Blatter

Angaben zum Film

Bewertung: ****.



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