Jingle all theWay

Woran erkennt man die Adventszeit? Richtig, in den Kinos läuft eine Komödie mit Arnold «Nöldi» Schwarzenegger.



Kaum ist Jerry Lundegaard hinter Gittern, herrscht erneut Aufregung in der Twin City Minneapolis. Dieses Mal ist es Howard Langston (Arnold Schwarzenegger), der auf seiner aussichtslosen Suche nach dem Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn Jerry (Jake Lloyd) die Einkaufsstrassen unsicher macht. Es ist kurz vor Heiligabend.


Es ist Krieg!
Schwarzenegger und Sinbad

«It's Turbo-time!»

TurboMan heisst das von allen Kindern begehrte Plastikspielzeug, eine Mischung aus Buzz Lightyear, Terminator und Rocketeer. Die Verkaufsgestelle sind leergefegt, dafür sind die Toy Stores voll mit Papis, die den Geschenkeinkauf für ihre Kleinen bis jetzt verschlampt haben, allen voran Howard Langston. Nachdem er seinem Sohn schon eine herbe Enttäuschung zuviel geboten hat, darf er jetzt unter keinen Umständen versagen. Doch die Konkurrenz ist gross und wie im Fall des Postboten Myron Larabee (Sinbad) zuweilen äusserst hartnäckig.

Howard ist mehr als einmal nur einen fingerbreit vom Ziel entfernt, doch je greifbarer desto unerreichbarer scheint der Erfolg. Und als ob all das nicht schon genug wäre, macht sich der schmierige Ted Maltin (Phil Hartman) auch noch an Howards Frau Liz (Rita Wilson) heran. Doch am absoluten Tiefpunkt angekommen, wendet sich das Blatt und Jerry bekommt doch noch seinen ersehnten TurboMan ­ und erst wie!
Handyman Ted am Werk:
Phil Hartman

Such is life!

Nach Komödien wie Twins oder Last Action Hero muss man Arnold Schwarzenegger eines lassen: Er hat keinerlei Hemmungen, sich selbst auf den Arm zu nehmen. So gesehen ist er den meisten übrigen Actiondarstellern um einige Nasenlängen voraus. Die Schlussszenen des Filmes, in denen Schwarzenegger als überlebensgrosser TurboMan durch die Gegend fliegt, sind schon fast grotesk: Auf dem Gipfel der amerikanischen Dekadenz steht ein Österreicher.

Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffen. Wer hat die Situation nicht schon erlebt, auf den letzten Drücker noch rasch ein Geschenk besorgen zu müssen? Leider entwickelt der Autor Randy Kornfield die Geschichte als eine gerade Linie und damit zu jedem Zeitpunkt voraussehbar. Da hilft es auch nicht, dass alle auf dem Set ihre eigenen Erfahrungen einbringen konnten, es bleibt eine zwar situationskomische, aber simple Komödie, die an einen Last Action Hero nicht anknüpfen kann. Dafür hatten alle ihren Spass, insbesondere Regisseur Brian Levant. Für das Design des TurboMan hat er sich mit mehreren tausend Spielzeugen eingedeckt. Entstanden ist ein sprechender Superheld mit Düsenrucksack, der durchaus das Zeug zum Verkaufsschlager hätte.

Sven Schwyn

Angaben zum Film

Titel:Jingle all the Way
Genre:Komödie
Bewertung:***. .
Länge:95 Minuten
Regie:Brian Levant (Beethoven, The Flintstones, Casper)
Drehbuch:Randy Kornfeld
Produktion:Chris Columbus, Mark Radcliffe, Michael Barnathan
Kamera:Victor J. Kemper, A.S.C.
Musik:David Newman
Besetzung:Arnold Schwarzenegger (Terminator, Last Action Hero, True Lies)
Sinbad (Coneheads, Houseguest)
Phil Hartman (Jumpin' Jack Flash, Coneheads)
Rita Wilson (Sleepless in Seattle, That Thing You Do)
Jake Lloyd (Unhook the Stars)
Verleih:20th Century Fox



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