Jungle2Jungle (1997)

Ein netter und hübscher Walt-Disney-Film.


von Mathias Ulrich


Michael Cromwell (Tim Allen) ist ein erfolgreicher Börsenmakler und lebt mit der attraktiven Modedesignerin Charlotte (Lolita Davidovitch) in New York zusammen. Doch Michael ist immer noch verheiratet mit der Ärztin Patricia (Jobeth Williams), die ihn vor Jahren verlassen und sich in dem venezuelischen Regenwalddorf Lipo Lipo niedergelassen hat. Er will nun endgültig die Scheidung von seiner Frau und fährt deswegen mit den nötigen Papieren selbst in den Urwald. Nachdem er in diesem abgelegenen Dorf angekommen ist, muss er von Patricia erfahren, dass sie ihn schwanger verlassen hatte, und er einen Sohn namens Mimi-Siku (Sam Huntington) hat. Dieser ist ein vollkommener Indianerjunge: Er beherrscht die Kunst des Blasrohrspuckens, und sein Lieblingstier ist die Goliath-Vogelspinne Matika. Michael gibt nun seinem Sohn das Versprechen, ihn nach New York mitzunehmen, sobald er ein Mann sei. Der Grossstädter ahnt nicht, dass dies nach Brauch der Indios schon am kommenden Abend sein wird und er muss seinen Sohn schweren Herzens in seine Heimat mitnehmen. Unterdessen ist in Cromwells Firma in New York die Hölle los. Sein Partner Richard (Martin Short) hat es verpasst, Kaffeebohnen zu verkaufen, da Michaels Okay zu diesem Deal fehlte. Im Big Apple entstehen indes witzige Situationen, da Mimi-Siku seinen Vater immer auf Trab hält, ein Mafiaboss (David Ogden Stiers) den beiden Börsenmaklern das Leben schwer macht, Charlotte sich vor Spinnen ekelt und so weiter.


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Ende gut, alles gut!

Die Geschichte wurde in Frankreich schon einmal unter dem Namen Un indien dans la ville verfilmt. Die Amerikaner kauften sich die Filmrechte und produzierten nach eigener Art einen neuen Film. Jungle2Jungle ist die klassische Happy-End-Verfilmung, die wir aus allen Walt-Disney-Produktionen kennen. Durch den ganzen Film kann der Zuschauer den Weitergang nicht nur erahnen, sondern auch durchschauen; altbekannte Slapsticks werden ebenfalls aufgegriffen. Natürlich darf auch der Bösewicht nicht fehlen. Dieser wird durch den Mafiaboss Jovanvic verkörpert, der natürlicherweise letzten Endes vernichtend geschlagen wird. Die Schlussszene bestätigt die Struktur von Ende-gut-alles-gut-Filmen: Vergangene Streitigkeiten werden vergessen und alle sind in einer grossen Familie vereinigt. (Fehlte nur noch ein roter Sonnenuntergang.) Doch Jungle2Jungle ist keineswegs nur ein langweiliger, öder Film. Er hat auch einige Höhepunkte, die aus witzigen Situationen bestehen. Alle, die einen Abend mit einem leicht verdaulichen Movie verbringen möchten, sitzen bei Jungle2Jungle richtig.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Jungle2Jungle (1997)
Land:USA
Genre:Komödie
Bewertung:
 
Regie:Pasquin, John
Drehbuch:Palud, Hervé
Aptekman, Igor
Lhermitte, Thierry
Bruneau, Philippe
Evans, Bruce A.
Gideon, Raymond A.
Peters, Charlie
Produktion:Becker, Louis
Brent, Kimberly
Economou, Bruce
Lhermitte, Thierry
Reilly, Brian
Koproduktion:Wilson III, William W.
Ausf. Prod.:Baker, Richard (III)
Krevoy, Brad
Messina, Rick
Kamera:Pierce-Roberts, Tony
Schnitt:Stevenson, Michael A.
Musik:Convertino, Michael
Ausstattung:Wurtzel, Stuart
Kostüme:Ramsey, Carol
Besetzung:Allen, Tim
Avalos, Luis
Beitler, Maureen
Cooper, Jake (II)
Copeland, Joan
Davidovich, Lolita
Dishy, Bob
Galasso, Frankie J.
Giangiulio, Nicholas J.
Haley, R.M.
Huntington, Sam
Keating, Dominic
Kess, Georgina
Lampley, Oni Faida
Larsen, Ken
LeFevre, Adam
Mahaffey, Valerie
Mastro, Michael
McGee, Jack
Memme, Tanya
O'Connell, Jack (II)
Pasquin, John
Picard, Don
Reed, Rondi
Reilly, Brian M.
Roberts, Diana
Sanders, Lowell
Shelley, Carole
Short, Martin
Smith, Derek (III)
Sobieski, Leelee
Stiers, David Ogden
Tormey, John
Toy, Christine
Trotiner, Glen
Veronika, Eva
Williams, JoBeth
 
Länge:105 Minuten
Ton:SDDS
Prod.-firma:Walt Disney Productions
TF1 Films Productions
CH Verleih: Buena Vista


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