L'uomo delle stelle

"Wie wird man ein Filmstar?"


Hereinspaziert! Heute ist Euer Glückstag!
Im Jahr 1953 zieht Joe Morelli (Sergio Castellitto) mit seinem verbeulten Lastwagen durch Sizilien. In jedem Dorf stellt er sein Zelt auf und installiert seine alte «Ascania»-Filmkamera inklusive einiger Stapel Filmbüchsen: sein Castingstudio.

Und nun geht's los: lauthals verkündet er, dass Universalia Films in Roms Cinecittà neue Gesichter für den Film sucht. Gegen einen bescheidenen Unkostenbeitrag von 1'500 Lire pro «Screentest» kann es geschehen, dass man über Nacht vom armen Dorfbewohner zum reichen und umschwärmten Hollywood Star aufsteigt. Sein Reden stösst auch nicht lange auf das Misstrauen und schon bald steht die Dorfbevölkerung Schlange vor Joes Zelt um dann vor der Kamera ihre innersten Gefühle und geheimsten Wünsche offenzulegen. Dabei sind alle so von ihrer Hoffnung auf eine bessere Zukunft gepackt, dass niemand merkt, dass Joe jeweils altes und bereits x-mal belichtetes Filmmaterial herunterspult, um den armen Dorfbewohnern ihr letztes Bargeld aus der Tasche zu ziehen.

Dabei geht auch alles gut, bis dann eines Tages die schöne und scheue Beata (Tiziana Lodato) vor seiner Kamera sitzt. Nun fängt Joes Welt an zu kippen. Und als ihm auch noch sein Lastwagen gestohlen wird, überstürzen sich die Ereignisse...

«L'uomo delle Stelle» kann mit vielen schönen Bildern beeindrucken. Giuseppe Tornatore hat es geschafft, trotz vieler Laiendarstellern eine gute Atmosphäre aufzubauen. Allerdings kommt der Film qualitativ leider nicht ganz an seinen Vorgänger heran, da irgendwo noch der nötige Pfiff fehlt. Die Idee mit dem Kameramann, der Leuten Träume verkauft, ist an sich gut, doch hätte man die Geschichte ruhig noch ein bisschen mehr ausbauen können, denn so beschränkt sich der grösste Teil des Films auf Aufnahmen von Aufnahmen der Dorfbewohner.

Angaben zum Film



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