Last Man Standing

Bruce Willis schiesst als kaltblütiger Revolvervirtuose auf brutalste Weise ein ganzes Kaff in Texas nieder.



In den Zeiten der Prohibition bleibt Smith (Bruce Willis) im texanischen Dorf Jericho hängen. Nicht ganz freiwillig, denn als Strafe für den zu langen Blick auf die Frau eines Gangsterbosses wird ihm sein Auto demoliert. Smith versucht, die Wartezeit profitabel zu verbringen: er bietet seine Schiesskünste abwechselnd beiden rivalisierenden Banden an: den Chicago-Italos in ihren Nadelstreifenanzügen und den ausgewanderten Iren, zu denen mit Hickey (Christopher Walken) eine vernarbte Legende gehört. Beide Rivalen versuchen, das lohnende Schwarzbrenner-Geschäft an sich zu reissen; Smith will das Geld von beiden Seiten.


Smith tanzt mit einer Gangsterbraut

Endlose Schiessereien

Durch seine Schiesskünste gelingt es Smith, den korrupten Sheriff (Bruce Dern) für sich zu gewinnen und den Rest von Jerichos Bevölkerung immer mehr zu dezimieren. Der Mann ohne Gewissen hat bloss mit den schönen Frauen Erbarmen: Beiden unterdrückten Gefährtinnen der Gangsterbosse gelingt es mit Smiths Hilfe, dem Staubkaff und der Brutalität zu entkommen.

Last Man Standing ist ein Film voller Gewalttätigkeit. Die Grausamkeit der Schiesswütigen lassen Spaghetti-Western wie Gute-Nacht-Geschichten aussehen. Der sagenumwobene verhärmte Hickey ­ die Figur, die beim Publikum wohl am meisten Neugierde auslöst ­ bleibt ohne Geschichte. Die Fläche des Charakters kann auch nicht durch Walkens Spiel aufgehoben werden. Bruce-Willis-Fans dürften dank vieler Close-Ups auf ihre Rechnung kommen; zarten Gemütern sei jedoch vom Film abgeraten.

Flavia Giorgetta

Angaben zum Film

Copyright © 1997 Focus Film AG (Bilder)
Copyright © 1996, 1997 CineNet (Text)