Mission: Impossible

Tom, übernehmen Sie...


Kobra übernehmen Sie, die Fernsehserie aus den 70er Jahren, stand Pate bei diesem Mega-Agentenspektakel aus Schauspieler Tom Cruises Produktionsküche. Tatsächlich wurde mit grosser Kelle angerührt und es wurde an Zutaten nicht gespart. Mit überwältigendem Erfolg: In den USA spielte "Mission Impossible" innert kürzester Zeit mehr als 200 Millionen Dollar ein, wobei ein Teil davon auch in die umstrittene Scientology-Organisation fliessen könnte, bei der Cruise Mitglied sein soll.

In der US-Botschaft in Prag kopiert ein Verräter eine Liste von verdeckt operierenden Agenten auf eine Diskette. Ein Spezialisten-Team des CIA soll ihn auf frischer Tat erwischen, wird jedoch ausgetrickst und die Diskette verschwindet. Unser Held, Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) überlebt die Aktion, sein Boss Jim Phelps (Jon Voight) stürzt schwer verletzt von der Karlsbrücke in die Moldau. Hunt trifft sich mit seiner Kontaktperson ("are you clear?"), stellt aber bald fest, dass der CIA ein Doppelspiel spielt. Per Internet (mittels einer ungültigen E-Mail-Adresse) nimmt er Kontakt zu einem dubiosen Waffenhändler Max auf, der den Schuldigen am Tod seines Chefs und seiner Kollegen kennt und lebhaftes Interesse an der geheimen Agentenliste zeigt.

Mit tätiger Mithilfe zweier Ex-Agenten (Ving Rhames, Jean Reno) entwendet Hunt die Liste aus einem beinahe perfekt gesicherten Serverraum und flieht nach London. Die Uebergabe der Disk mit der Liste soll an Bord des TGV nach Paris erfolgen. Doch ganz ohne Probleme geht das nicht, denn zuerst muss Hunt auf dem Dach des mit 250 km/h durch die Gegend brausenden TGV herumturnen und danach verfolgt ihn ein lästiger Helikopter, der dem Zug sogar in den Kanaltunnel nachfliegt. Zum Glück haben sie vorher die Oberleitungen entfernt...

"Mission: Impossible" ist an einer typischen Agentengeschichte des Kalten Krieges aufgezogen. Doch die Story ist so kompliziert und wird nie richtig ausgeführt, dass sich wahrscheinlich kaum ein Zuschauer beim Verlassen des Kinos erinnern kann, worum es eigentlich ging. Aber eigentlich ist die Geschichte ja sowieso nur ein Vorwand für die zahlreichen stilistisch ausgefeilten Actionszenen. Regisseur Brian De Palmas Erfahrung bei der Inszenierung bombastischer Thriller als Meister der "wortlosen" Action und die gelungenen Computereffekte machen diesen Film zur anspruchslosen aber spannenden Unterhaltung.

Martin A. Blatter

Angaben zum Film

Bewertung: ***..



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