Muppet Treasure Island

(Muppets: Die Schatzinsel)


Nach der erfolgreichen Verfilmung der "Muppets-Weihnachtsgeschichte" doppeln die Muppets mit der klassischen "Schatzinsel" nach.


Freilich basiert diese Geschichte genau so lose auf dem Klassiker von Robert Louis Stevenson (Treasure Island) wie der vorherige Film (Christmas Carol), man darf aber gespannt beobachten, wo und wie die jeweiligen Muppet-Stars in Erscheinung treten. Als erster wäre da natürlich Kermit, der Frosch, der allerdings sehr lange auf sich warten lässt. Denn er ist der Kapitän auf dem Schiff, und bevor dies in See sticht, sind eine Menge der anderen Puppen schon vorgekommen und ein paar Lieder schon gesungen. Es geht auch hier wiederum um einen geheimnisumwobenen Schatz auf einer genauso geheimnisumwobenen Insel (Ha, wer hätte das gedacht!), doch im Gegensatz zu Cutthroat Island kam mit weniger Kohle ein amüsanter Film zustande.


Auf der Hispañola..
"...und eine Buddel voll Rum!"
Die Schatzkarte fällt dem Helden unserer Geschichte, einem Küchenjungen einer Hafenbar, unvermittelt in die Hände. Jim Hawkins heisst er und wird gespielt vom (unbekannten) Kevin Bishop. Dieser beschliesst also mit seinen Kumpels Gonzo und Rizzo abzuhauen, um dem geheimnisumwo...ah das hatten wir schon...also dem funkelnden Schatz auf die Spur zu kommen. Erst ist ein Schiff aufzutreiben, was beim dussligen Trelawney (Fozzie Bär) mit dem "Mann, der in seinem Finger wohnt", nicht allzu schwerfällt. Auf zur grossen Reise geht es mit einer Horde puppiger Matrosen, angeführt von Captain Smollet. Der einbeinige Pirat (Tim Curry!) ist ein Smutje (Kombüsendings..), und er ist auch für die Anheuerung der Crew zuständig. Sein Name: Long John Silver. Dass diese Mannschaft früher oder später meutern wird, ist uns allen klar. Aber erst müssen sie in den Besitz der Schatzkarte gelangen...

Schwer zu erkennen, aber das ist Long John
Silver, der einbeinige Pirat (Tim Curry)

Mit Intrigen reisst Silver die Karte an sich und verschleppt Jim als Geisel. Captain "Kermit" Smollet setzt nun alles daran, den Jungen zu befreien, wird jedoch selber auf der Insel von den Eingeborenen (Warzenschweinen) gefangengenommen. Der Stamm wird angeführt von Benjamina Gunn, der Königin der Warzenschweine, natürlich niemand anders als Miss Piggy!


"Der Film ist wunderbar. Es hätte nur einen Weg gegeben, ihn besser zu machen - drei Worte - MEHR VON MIR!!" (Miss Piggy)


"Meine Figur ist sehr komplex. Benjamina Gunn ist ein schönes - Korrektur - atemberaubend schönes Schwein, das auf der Insel ausgesetzt wurde, auf der diese Piratenpersonen nach ihrem Schatz suchen. Obwohl ich sehr viel weniger Szenen habe als ein durchschnittlicher Superstar, ist jede meiner Minuten ein Kleinod." Die göttliche Miss P. meint auch: "Meine Lieblingsszene ist der dramatische Augenblick mit meinem geliebten Kermit, wenn wir ganz allein sind und in grösster Gefahr von dem Felsen herabhängen - wie wir einander dann in die Augen sehen und daraus die Kraft zum Ueberleben ziehen *schluchz*. Entschuldigen Sie, ich glaube, ich muss jetzt weinen."

(Buena Vista)


Noch vor kurzem meinte ich, dass nach Cutthroat Island kein Film im Piratenlook mehr für Furore sorgen könne. Ein bisschen getäuscht habe ich mich vielleicht. Die Muppets machen's eben möglich. Wenn nicht diese doofe Singerei wäre. Irgendwie kann ich singende Kinderstimmen nicht ab. Aber (wenn man es sich im englischen Original ansieht und anhört) man kommt in den Genuss von Tim Curry, der sich ja als Sänger schon anderweitig in Szene gesetzt hat. Viele witzige Details und Sprüche sorgen dafür, dass es auch den Erwachsenen im Publikum nie langweilig wird ("Was? Eine Leiche, aber diesen Film schauen doch auch Kinder!", sagt Gonzo nebenbei einmal). Waldorf und Statler, die beiden Griesgräme, sind als Gallionsfiguren des Schiffes zu entdecken und lästern wie üblich, was das Zeug hät, vor allem über den Film :) Die Rolle des Papageis auf der Schulter des einbeinigen Piraten übernimmt ein Hummer (!) und natürlich fehlt unser skandinavische Chefkoch nicht.... "Smørebrød, Smørebrød, rømmplømmplømm plømm!" Der kleine Mann, der in meinem Finger wohnt, meint jedenfalls: "Kann risikolos als Abentunterhaltung empholen werden!"

Angaben zum Film

***.. Robert Michl
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