Nach fünf im Urwald

Generationenkonflikt einmal anders


Wie die Tochter...
Sturmfreie Bude, eine wilde Party - und plötzlich kommen die Eltern unerwartet nach Hause. Diese Situation kennen alle Jugendlichen. Auch die 17-jährige Anna (Franka Potente). Die heimkommenden Eltern (Axel Milberg, Dagmar Manzel) erwartet eine verwüstete Wohnung, versiffte Teenager, die in den Sofas rumhängen, ein zum Penis geschnitzter Rettich und zu allem Überfluss finden sie auch noch ein Stück Hasch. Doch am schlimmsten ist für Annas Vater, dass jemand eine seiner raren Lieblingsplatten zerbrochen hat. Anna kriegt eine ordentliche Tracht verabler Prügel und reisst, zusammen mit ihrem heimlichen Verehrer Simon (Thomas Schmauser), aus in die Stadt, nach München.

Anna hofft, in München einen Job als Janis Joplin-Double zu bekommen. Natürlich bekommt sie ihn nicht und so landet sie auf der Strasse, wo sie Bekanntschaft mit allerlei schrägen Typen macht: Urbane Leute, zu denen sie als Mädchen vom Land aufschaut, die sie cool findet. Doch bald merkt sie, dass die vermeintlichen Lebenskünstler in der Stadt nur gegen aussen eine Rolle spielen und dass hinter den oberflächlichen Phrasen, Gesten und anderen Aeusserlichkeiten nicht viel Substanz liegt.

...so die Eltern
Inzwischen haben sich die Eltern von Anna und Simon vergeblich auf die Suche nach ihren entflohenen Sprösslingen gemacht. Anfänglich frustriert, sitzen sie in der Wohnung von Annas Eltern zusammen und beginnen, über ihre eigene Jugend zu diskutieren. Aus der Diskussion entwickelt sich bald Nostalgie und schliesslich folgen Taten. Als Anna am nächsten Tag erschöpft und übermüdet nach Hause kommt, findet sie vier versiffte und bekiffte Elternteile vor, die offensichtlich im Verarbeiten ihrer Jugenderinnerungen etwas zu weit gegangen sind...

Angaben zum Film

Bewertung: **1/2



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