Napoleon

Ein Abenteuer auf vier Pfoten

Napoleon und Birdo, der Papagei
Eine tierische Gesichte in der Wildnis Australiens

Wie das Schweinchen "Babe", träumt auch das kleine Hündchen "Napoleon" von einem anderen Leben als dem, in das es hineingeboren wurde. Statt in einer Hundehütte in einem Vorgarten sein Hundedasein zu fristen, möchte Napoleon viel lieber in Freiheit mit den wilden Hunden durch die endlosen Weiten der australischen Wildnis ziehen. Seine Wünsche gehen auch tatsächlich in Erfüllung, und das schneller als es ihm lieb ist.

Seltsame Tiere gibt's hier...
Mit einem Korb, an dem Luftballone besfestigt sind, fliegt Napoleon über die grosse Stadt hinweg in die weite Wildnis. Dort gelandet, lernt er allerlei Tiere kennen: Den frechen Papagei Birdo, den ihn während seiner ganzen Reise begleitet und ihn aus mancher ausweglosen Situation rettet, Koalabären, Spinnen, Fröschen, Schlangen, Echsen und eine schwarze Psycho-Katze, die ihn hartnäckig verfolgt. Auch die Natur macht ihm das Leben schwer. Er muss lernen, im Freien zu schlafen, Flüsse schwimmend zu überqueren und auf Schnee zu laufen.

Das Leben als wilder Hund
ist härter als man denkt...
Als Napoleon vor einem Unwetter in eine Höhle flüchtet, findet er endlich, wonach er die ganze Zeit gesucht hat: Er trifft auf wilde Hunde, zwei junge Dingos, die auf ihre Mutter warten. Er wird zwar, nach einem dramatischen Erlebnis, von der Mutter der Welpen akzeptiert und darf bei ihnen bleiben, doch irgendwie ist er doch nicht so glücklich, wie er sich das vorgestellt hat. Er bekommt Heimweh und vermisst seine Mutter. Ein Känguruh nimmt ihn mit an den Strand, wo er auch wieder sein Körbchen findet, mit dem er übers Wasser in die Wildnis geflogen ist. Doch bevor er den letzten Schritt zurück nach Hause nehmen kann, muss er zuerst noch mit der bösen Psycho-Katze fertig werden...

"Napoleon" war ein ambitioniertes Projekt. Man hat versucht, aus vielen wunderschönen Tier- und Naturaufnahmen eine dramaturgisch sinnvolle Handlung zusammenzusetzen. Die Dialoge standen zu Beginn der Dreharbeiten noch nicht fest, sondern wurden nachträglich zu den Szenen hinzugefügt. Vielleicht ist das der Grund, wieso die Story und die Dialoge im Speziellen, die zum Beispiel in ihrer versteckten Sozialkritik manchmal durchaus gute Momente haben, streckenweise in die Trivialität absinken. Die stereotype Charakterisierung gewisser Figuren, insbesondere der schwarzen Katze, die wie der Bösewicht in einem Horrofilm agiert und spricht, ist in einem Kinderfilm deplaziert und macht den Film für die ganz Kleinen weniger geeignet. Andererseits gibt es auch sehr viele ansprechende und unterhaltende Momente und sogar Erwachsene amüsieren sich bestens. In der englischen Originalfassung werden die Dialoge des Känguruhs, das sich über die Opposums auslässt, übrigens von Barry Humphries, besser bekannt als Dame Edna Everidge, gesprochen.



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