Nothing to Lose (1997)

Nick Beam (Tim Robbins) kommt eines Nachmittags unerwartet früh von der Arbeit nach Hause und möchte seine Frau überraschen.


von Thomas Hunziker


Allerdings ist er derjenige, dem eine Überraschung bevorsteht; seine Frau betrügt ihn mit seinem Boss. Niedergeschlagen hastet Nick aus dem Haus und begibt sich auf eine ziellose Autofahrt durch Los Angeles. Als er schliesslich eine Abzweigung in eine düstere Gegend von L.A. nimmt, stürzt der Amateurgangster T (Martin Lawrence) mit einer Pistole herumfuchtelnd in sein Auto und fordert Nick zur Herausgabe seiner Brieftasche auf. T wird jedoch von Nick überwältigt, die Brieftasche und T's Pistole fliegen aus dem Auto, Nick verriegelt die Autotüren und für die beiden beginnt eine Odysee. Nick fährt mit T als unfreiwilligen Beifahrer aus Los Angeles heraus und hält erst wieder an, als sie bereits in Arizona angelangt sind. Nick will nichts mehr von T wissen, als sich aber herausstellt, dass Nick weder Geld fürs Essen noch für das für die Rückfahrt nötige Benzin hat, muss er sich auf einen Deal mit T einlassen; falls Nick sich bereit erklärt, T nach L.A. zurückzufahren, kommt T für die Spesen auf. T hat allerdings gar nicht genügend Geld für das Benzin und so überfällt er kurzerhand die nächste Tankstelle.


Tim Robbins has got Nothing to Lose

Komödie mit sozialkritischem Touch

Auf den ersten Überfall folgen, ausser weiteren haarsträubenden Überfällen, verschiedene Verfolgungsjagden, mehrere Auseinandersetzungen mit einem echten Verbrechergespann sowie der Einbruch in das Büro von Nicks Boss, um an dessen Erspartes zu gelangen. Bei dieser Gelegenheit gönnt sich auch Regisseur und Drehbuchautor Steve Oedekerk (Ace Ventura: When Nature Calls) einen Auftritt als Rhythmusgeschädigter Nachtwächter. Steve Oedekerk schuf eine durchwegs unterhaltsame Komödie, bei der mehr zum Einsatz kommt als nur die Grimassen des Hauptdarstellers, wie bei seinem Regiedebut, dem Jim Carrey-Vehikel AV: When Nature Calls. Nothing to Lose ist durchsetzt mit originellen Einfällen und witzigen Wortduellen, das erste davon gleich zu Beginn, als sich Nick und seine Frau ... aber lasst euch überraschen! Ein wenig störend, allerdings unerlässlich für Hollywood, wirkt der sozialkritische Zeigefinger, schliesslich ist T nur deshalb ein Gangster, weil er arbeitslos ist, was wiederum darauf basiert, dass er nicht von der «corporate color» ist, also schwarz anstatt weiss.


Denzel Washington? Nein, ... Martin Lawrence!

Tim Robbins und Martin Lawrence

Nothing to Lose stützt sich hauptsächlich auf die komödiantischen Talente der beiden Hauptdarsteller, die aber auch von den hervorragend besetzten Nebenrollen (Kelly Preston, Giancarlo Esposito, Michael McKean, u.a.) tatkräftig unterstützt werden. Martin Lawrence konnte in Bad Boys mit Will Smith einen Überraschungserfolg feiern, erlitt danach allerdings mit der auf ihn zugeschnittenen Komödie A Thin Line between Love and Hate einen finanziellen Misserfolg und kehrt nun mit Nothing to Lose zum Erfolg zurück. Tim Robbins bewies bereits häufig seine Fähigkeiten, u.a. in Bull Durham neben Kevin Costner, in der romantischen Komödie IQ, sowie in der Satire The Hudsucker Proxy der Coen-Brüder. In den letzten Jahren war er aber mehrheitlich in ernsteren Filmen zu sehen und führte selber Regie bei Bob Roberts und Dead Man Walking.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Nothing to Lose (1997)
Land:USA
Bewertung:
 
Regie:Oedekerk, Steve
Drehbuch:Oedekerk, Steve
Produktion:Bregman, Martin
Bregman, Michael Scott
Jinks, Dan
Klawitter, Michael
Lawrence, Robert (III)
Proctor, Rae
Ausf. Prod.:Stroller, Louis A.
Kamera:Thorin, Donald E.
Schnitt:Campbell, Malcolm
Musik:Folk, Robert
Ausstattung:Caso, Maria Rebman
Kostüme:Zamparelli, Elsa
Besetzung:August, Lance
Barnes, Susan
Boone, J.J.
Bridges, Penny Bae
Cranshaw, Patrick
Esposito, Giancarlo
Garrett, Hank
Gayheart, Rebecca
Gill, Ned
Graham, Samaria
Hall, Irma P.
Jinks, Jodi
Keenan, Caroline
Keenen, Mary Jo
Kempf, Robert Louis
Kim, Kim
Lawrence, Martin (I)
Lea, Dave
Martin, Dan (II)
McGinley, John C.
McKean, Michael
Mende, Lisa
Meskimen, Jim
Minjares, Joe
Oedekerk, Steve
Oglesby, Randy
Parsons, Willy
Paulk, Marcus
Porter, Steven M.
Preston, Kelly
Redstall, Victoria
Reiner, Clark
Robbins, Tim
Stern, Selma
Sundstrom, Carl
 
Länge:97 Minuten
Negativ:35 mm
Bild:35 mm (Farbe)
Ton:Dolby SR-D
CH Verleih: Buena Vista


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