Patch Adams (1998)

Humor ist, um mit diesem Leben fertig zu werden, wichtiger als die Liebe.


von Peter Kunz


Ein düsterer, grauer Tag; Hunter Adams (Robin Williams) unternimmt mit dem Bus eine Reise, um sich selbst zu finden. Die Reise führt ihn hinter graue Gemäuer, in eine psychiatrische Anstalt. Er hat sich selber eingeliefert, um seine Depressionen behandeln zu lassen und muss entsetzt feststellen, dass die Patienten der scheinbaren Untätigkeit der klassischen Mediziner leiden.

Danke eines schrulligen Millionärs, der ebenfalls in der Anstalt lebt, lernt Adams bald (seine) Problemevon einer anderen Seite zu sehen. Es gelingt ihm sogar, auf seinen extrem neurotischen Zimmernachbar einzugehen und ihm (und sich) bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen, was ihm den Übernamen «Patch» (Flick) einbringt. Und diese Fähigkeit und der Drang etwas zu reparieren bewegt Patch Medizin zu studieren.


Patch Adams (Robin Williams) versucht wieder vergeblich, die angebetete Carin (Monica Potter) zu umwerben.
Patch entwickelt eine starke Zuneigung zu den Patienten und ihren Problemen. Er verbringt seine Freizeit im Universitätskrankenhaus und versucht, als Clown die Patienten zu erheitern. Dabei gelingt es ihm, die Wünsche und Fantasien der Menschen zu erkennen und diese zu erfüllen. So scheut er auch nicht den Aufwand, 12'000 Pfund Nudeln in einem Pool anzurichten, damit eine Patientin darin rumplanschen kann. Die unorthodoxen Methoden des angehenden Dr. Adams stossen jedoch bei einigen alteingesessenen Weisskitteln auf Unverständnis, insbesondere beim Dekan Walcott (Bob Gunton) und Patch bringt durch Regelbiegen immer wieder seinen Abschluss in Gefahr.


Patch zeigt seiner Angebeteten Carin den Standort des zukünftigen Gesundheit-Instituts inmitten grüner Wälder.
Um den Weisskitteln zu entfliehen und den sozial schlechter gestellten zu helfen, eröffnet Patch auf dem Land ein Gesundheit-Institut, das zuvor nichts als eine alte Bretterbude war. Die Nachfrage ist gross und kann nur mittels der Hilfe seiner Studienkollegen bewältigt werden. Leider erfährt die Obrigkeit erfährt von dieser «illegalen Klinik». In einem dramatischen Prozess gelingt es Patch, das Untersuchungskomitee von seiner Kritik an der bestehenden Medizin zu überzeugen.


Truman (Daniel London) bringt bei der Anhörung visuelle Unterstützung, unterstützt von ehemaligen Patienten.
Robin Williams ist für diese Rolle die ideale Besetzung, denn er versteht es wie kein anderer, wann Seriosität und wann Klamauk gefragt ist. So vergnügen die typischen Williams'schen Streiche, ohne die ernste Aussage des Films in Frage zu stellen. Misslungen ist einzig die wohl konstruierte Liebesgeschichte zwischen Patch und Carin, welche eher nebenbei in einem Drama endet.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Patch Adams (1998)
Genre:Komödie
Bewertung:
 
Regie:Tom Shadyac
Drehbuch:Maureen Mylander
Steve Oedekerk
(nach einer Vorlage von Hunter Doherty Adams)
Produktion:Allegra Clegg
Alan B. Curtiss
Mike Farrell (I)
Barry Kemp (I)
Marvin Minoff
Devorah Moos-Hankin
Charles Newirth
Koproduktion:Steve Oedekerk
Ausf. Prod.:Tom Shadyac
Marsha Garces Williams
Kamera:Phedon Papamichael
Schnitt:Don Zimmerman
Musik:Marc Shaiman
Ausstattung:Linda DeScenna
Kostüme:Judy L. Ruskin
Besetzung:Jake Bowen
Peter Coyote
Harold Gould
James Greene (I)
Bob Gunton
Irma P. Hall
Philip Seymour Hoffman
Michael Jeter
Dot Jones
Richard Kiley
Daniel London
Monica Potter
Harve Presnell
Don Rizzo
Renee Rogers
Josef Sommer
Robin Williams
Douglas Roberts
 
Länge:115 Minuten
Negativ:35 mm
Bild:35 mm Scope (Farbe)
Ton:Dolby Digital
Prod.-firma:Blue Wolf
Farrell/Minoff
Bungalow 78 Productions
CH Verleih: United International Pictures


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