Pippi Longstocking (1997)

Erste Trickfilmverfilmung von Astrid Lindgrens Rotzgörengeschichte.


von Flavia Giorgetta


Die Geschichte von Pippi Langstrumpf ist wohl den meisten Kindern und auch vielen Erwachsenen geläufig, gehört doch Astrid Lindgrens Buch zu den meistgelesenen im ersten Lesealter. Erfrischend unpädagogisch tut Pippi so ziemlich alles, was ihr Spass macht - die Schule zum Beispiel will sie bloss während den Ferien besuchen. Die Mutter ein Engel, der Vater im Meer verschollen (aber dank seines vielen Fettes unsinkbar), lebt Pippi keineswegs alleine in der Villa Kunterbunt. Der Schimmel Kleiner Onkel und das ungeschickte Äffchen Herr Nilsson leisten ihr Gesellschaft und helfen ihr bei der Vertreibung zweier Einbrecher, die hinter der Kiste voller Goldmünzen her sind.


Gegen Pipi hat auch die Lehrerin keine Chance
In Clive Smiths Trickfilm werden keine neuen Pippi-Abenteuer auf der Leinwand gezeigt. Die Figuren gleichen jenen in der Fernsehverfilmung der 60er Jahre. Problemloser lässt sich im Trickfilm natürlich Pippis ausserordentliche Kraft darstellen: ohne Schweisstropfen trägt sie ihr Pferd auf die Veranda und gewinnt problemlos das Wettheben im Zirkus gegen den «stärksten Mann der Welt». Die Macher haben bloss wenig Gebrauch von Computeranimation gemacht, aber auch den alten Stil scheinen sie nicht besonders virtuos zu beherrschen. So stimmen oft Details nicht, und die Bewegungen wirken selten real. Auch kommen die vielen Songs - besonders Pippi singt mit unerträglich quäkender Stimme - keineswegs an jene der Fernsehverfilmung heran. Dennoch sorgt die Rotzgöre für einige witzige Momente, und die Kinder in der Visionierung folgten ihrem Idol mit viel Freude.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Pippi Longstocking (1997)
Land:
Genre:Trickfilm
Bewertung:
 
Regie:Giggie, Bill
Schaack, Michael
Smith, Clive A.
Drehbuch:Lindgren, Astrid (I)
Nissen, Frank
Sobol, Ken
Produktion:Bergendahl, Waldemar
Giakoumis, Hasmi
Ridley, Merle-Anne
Ausf. Prod.:Hirsh, Michael (I)
Loubert, Patrick
Smith, Clive A.
Schnitt:Tsamardos, Noda
Musik:Berglund, Anders
Thinkmusic
 
Länge:75 Minuten
Negativ:35 mm
Bild:35 mm (Farbe)
CH Verleih: Focus Film


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