The Quest

Ein Film von Jean-Claude Van Damme


Die meisten Macher von Martial Arts-Filmen sind nicht besonders fantasievoll. Sie kopieren die alte Geschichte von Enter The Dragon, bis wir sie nicht mehr sehen können. Auch Jean-Claude Van Damme scheint sich schon so an die klassische Formel gewöhnt zu haben, dass er sich in seinem Regiedebut an diese Story anlehnt.

Im New York der 20er Jahre gerät Überlebenskünstler Chris Dubois (Van Damme) per Zufall an Bord eines Frachters. Als er von den Seeleuten, Waffenschmuggler auf dem Weg nach Südostasien, entdeckt wird, zwingen Sie ihn zu erniedrigenden Arbeiten. Bei einem Piratenangriff gelingt es ihm, sich zu befreien. Der Piratenboss Dobbs, Lord Dobbs (Roger Moore) verkauft ihn an eine Kickbox-Schule auf einer Insel vor Thailand. Dort erfährt er von einem sagenumwobenen Turnier in einer geheimnisvollen "verlorenen Stadt" in Tibet, zu dem die besten Kämpfer der Welt eingeladen werden. Dobbs ist vor allem am ersten Preis, einer goldenen Statue, interessiert. Kurzerhand kidnappt er den amerikanischen Teilnehmer und ersetzt ihn durch Dubois. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Tibet.

Während dem Turnier versucht Dobbs, die Statue mittels eines Zeppelins zu klauen, wird aber erwischt. Nur wenn Dubois das Turnier gewinnt, wird Dobbs die verlorene Stadt wieder verlassen dürfen. Für Dubois beginnt eine Serie brutaler Kämpfe um Leben und Tod...

"The Quest" wird sein Zielpublikum sicher zufriedenstellen. Der Film ist im guten Sinn solide gemacht, schön gefilmt und bietet viel Landschaft und Kostüme. Allerdings sind die dramatischen Höhepunkte eher dünn gesät und die abschliessenden Kampfszenen sind so klischeehaft, dass man sich fast in einem "Virtua Fighter"-Videospiel wähnt. Die Charakterisierung der einzelnen Kämpfer, jedes Land ist mit einem Repräsentanten mit einem speziellen Kampstil vertreten, sind denn auch sehr holzschnittartig und oberflächlich. Roger Moore schlafwandelt in seiner gewohnt legeren Art über die Leinwand und verbreitet genug britischen Charme, um dem Film den selbstironischen Touch zu geben, den er benötigt um auch für Kampfsport-Outsider geniessbar zu sein.

Martin A. Blatter

Angaben zum Film

Bewertung: ***..



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