Screamers

Tödliche Schreie


Science-Fiction-Film Nummer drei nach einer Vorlage von Philip K. Dick


Screamers -Tödliche Schreie - basiert auf einer apokalyptischen Kurzgeschichte. Zentrale Themen sind die Frage nach der Menschlichkeit im genetischen und im ethischen Sinne.
Wir schreiben das Jahr 2078. Der Planet Sirius 6B ist der Schauplatz von Wirtschaftskriegen. Zwei Grossmächte ringen um die Vorherrschaft, die Minen fremder Galaxien ausbeuten zu dürfen: Das Konzern- Konglomerat des New Economic Block (N.E.B) und der Staatenbund der Alliance. Keiner kennt die Ursache des Krieges mehr. Inmitten zerstörter Städte und verbrannter Erde haben sich die verfeindeten Parteien in ihren Bunkern verschanzt. Zwischen ihnen, im radioaktiv verseuchten Niemandsland, wachen unterirdisch die Screamers, kleine, tödliche Roboter, die einst als elektronische Verteidigungswaffen erfunden wurden und im Laufe der Zeit ihre eigene Intelligenz entwickelten und sich selbst reproduzieren können. (Fox) Schon hier sind Parallelen zu anderen Filmen dieser Art zu erkennen, wie zum Beispiel Terminator 2, Dune oder die Episode "Prototype" der Serie Star Trek: Voyager.


Geballer im Kampf gegen
"Autonome Mobile Schwerter"

Und doch gibt es in dieser Situation eine Hoffnung auf Frieden. Der Chef einiger Alliance-Kämpfer, Colonel Hendrickson (Peter Weller, Robocop) stellt sich diese Aufgabe und macht sich auf eigene Faust auf den Weg zum Feind, unterstützt nur vom Scharfschützen Ace (Andy Lauer, Born on the 4th of July). Doch von denen sind auch nicht mehr viele übrig (gerade mal drei). Wer der gemeinsame Gegner ist, ist allen klar. Nur weiss keiner, hinter wem sich ein "Screamer" versteckt.

Steckt hinter seiner Person ein Screamer?
("Ist Deckard ein Replikant?")

Ein kanadischer SciFi-Action-Horror-Thriller, Suspense à la Hitchcock

"Screamers sind kleine, mit rotierenden Klingen bewehrte Wach-Roboter, die sich wie Hochgeschwindigkeits-Maulwürfe im Erdreich bewegen und von menschlichen Pulsfrequenzen aktiviert werden; ihr Nahen kündigt sich mit ohrenbetäubendem Kreischen an" (Fox). Da diese Monster auch Menschengestalt annehmen können, kann niemand mehr dem anderen trauen, und es beginnt die "The Thing-Paranoia" um sich zu greifen. Aus Science Fiction wird ein Psycho-Thriller.

Wie schon so oft, erzählt auch Screamers von "einem Grüppchen von Menschen, die vor etwas Unbekanntem stehen, und davon, wie dieses Unbekannte ihnen entgegentritt". Hier tritt es in der Form von Menschen auf und wir führen es auf das Replikanten-Prinzip zurück: Etwas Unbekanntes wandelt unerkannt unter uns. Man erinnert sich an SciFi-Streifen wie Alien, an Star Trek, an Terminator oder natürlich Blade Runner. Letzterer kommt nicht von ungefähr, denn auch dazu hatte Philip K. Dick, berühmter Autor des Genres, die Vorlage geliefert. Dies ist mittlerweile Kurzgeschichte Nummer 3, die aus der Feder Dicks stammt und verfilmt wurde:


Einmal auf Hochglanz
polieren, bitte!

Im grossen un ganzen muss man sagen: Solide Science Fiction mit guten Actionszenen, die jedoch, obwohl nahe an der literarischen Vorlage (1953!), vieles von anderen Movies zusammengeklaut hat, leider ab und zu auch etwas verwirrlich ist. Interessant ist der psychologische Gesichtspunkt, welcher Screamers doch von gängigen Low-Budget-GenreStreifen abhebt. Die Special Effects sind OK.


Angaben zum Film

**½.. Robert Michl
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Copyright © 1996 20th Century Fox (Bilder)
Copyright © 1996 CineNet (Text)