Shine

David Helfgott war ein Wunderkind, aber kein Glückskind.



Mit Shine verfilmt Scott Hicks die aufwühlende Biographie des virtuosen australischen Pianisten David Helfgott.


«He lost!»
Noah Taylor und Armin Mueller-Stahl

«You have to be fit to survive!»

Der junge David Helfgott (Alex Rafalowicz und Noah Taylor) leidet unter der alles dominierenden Fuchtel seines Vaters Peter (Armin Mueller-Stahl), der ihn mal zärtlich umarmt, dann wieder wie vom Teufel geritten verprügelt. Was Peter zeitlebens nicht vergönnt war, soll David für ihn erreichen: Musizieren. Dermassen angetrieben macht der aussergewöhnlich begabte David eine Karriere als Wunderkind, gewinnt Preise und Stipendien. Derweil schottet der Vater ihn von jeder ­ in seinen Augen ­ wertlosen Bekanntschaft ab. Der Stolz des Vaters wächst mit den Erfolgen des Sohns ­ und so auch die Eifersucht. Als David ein Stipendium für das «Royal College of Music» in London erhält, kommt es zum Eclat: David geht und wird von seinem Vater verbannt.

David leidet schweigend unter der Abwendung und entwickelt im Takt seiner musikalischen Fertigkeiten eine schwere Neurose. So wunderbar er Mozart, Liszt oder Rimsky-Korsakov interpretiert, so hohl und kalt ist sein Gefühlsleben geworden. Nach einem triumphalen Konzert bricht er in sich zusammen. Rachmaninovs Klavierkonzert Nr. 3 in D-Moll, ein Monument und das Lieblingsstück seines Vaters. David kehrt zurück nach Australien und steht vor verschlossenen Türen.

Ein neuer Beginn
Geoffrey Rush
Hier beginnt der zweite Teil der Biographie. Sie zeigt einen verstörten David Helfgott, der in einer Irrenanstalt ein Dasein ohne Zukunft fristet. Eher zufällig rückt er aus und landet in einer kleinen Bar, wo er die Gäste bald regelmässig mit seiner Musik begeistert. Später lernt er die Astrologin Gillian (Lynn Redgrave) kennen, der Anfang einer eigensinnig zärtlichen Beziehung. Mit der Heirat der Beiden und dem Tod seines Vaters findet David in kleinen Schritten zu einem eigenen Selbstwertgefühl, ein langer Weg, an dessen Anfang der Film endet.

Die Idee zu Shine wurde geboren, als Regisseur Scott Hicks den Pianisten David Helfgott in jener Bar in Perth zum ersten Mal spielen hörte. Von der Idee bis zum fertigen Film vergingen Jahre um Jahre. Insbesondere das Casting für ein derartiges Projekt ist alles andere als einfach. Doch es ist gelungen! Das Auf- aber gerade Nicht-Erwachsenwerden von David mit seinem exzentrischen und verwirrten Wesen etwa spielen Geoffrey Rush (heute), Noah Taylor (als Jugendlicher) und Alex Rafalowicz (als Kind) schlicht begeisternd. Dazu die teilweise von Helfgott selbst eingespielten Stücke für Klavier ergänzt mit der Musik von David Hirschfelder, ein Feuerwerk für die Ohren.

Sven Schwyn

David Helfgott macht eine Konzerttournee durch die Schweiz:
22.5.97 Victoria Hall Genève, 29.5.97 Tonhalle St. Gallen, 31.5.97 Stadtcasino Basel, 3.6.97 Hotel Union Luzern, 8.6.97 Casino Bern, 9.6.97 Tonhalle Zürich.
Tickets sind unter der grünen Nummer 155 0 444 erhältlich. Der Soundtrack zum Film wird von Polygram (Bestellnummer 454 710-2) vertrieben. Darauf zu finden ist etwa Chopins Polonaise in As-Dur (WAV, 304kB).


Angaben zum Film

Titel:Shine
Genre:Studiofilm
Bewertung:*****
Länge:104 Minuten
Regie:Scott Hicks
Drehbuch:Scott Hicks
Produktion:Jane Scott
Kamera:Geoffrey Simpson, A.S.C.
Musik:David Hirschfelder
Besetzung:Geoffrey Rush
Armin Mueller-Stahl
Noah Taylor
Googie Withers
Sir John Gielgud
Lynn Redgrave
Verleih:Buena Vista



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