Showgirls

The show is about to begin


"Der einzig ehrliche Weg, diesen Film zu machen, ist NC-17"

Nomi Malone (Elisabeth Berkley), eine attraktive, unabhängige junge Frau, flüchtet vor ihrer Vergangenheit, um ihre Chance am Las Vegas Strip zu suchen. Für's erste nimmt sie einen Job als erotische Tänzerin im Cheetah Club an, wo sie neben dem Striptease auf der Bühne dazu genötigt wird, im Hinterzimmer als "Lap Dancer" zu arbeiten - ein Job, der hart an der Grenze zur Prostitution liegt.

Ihr aussergewöhnliches Tanztalent eröffnet Nomi bald die Türen zur anderen Seite der Glamour-Metropole: Durch ein Engagement im legendären Stardust-Hotel bekommt sie die Karrierechance, von der sie träumt. Mit einer gehörigen Portion Naivität betritt sie die Bretter der Super-Show "Goddess" und findet sich wieder in einer Welt voller Missgunst, Intrigen und Gewalt. Zack (Kyle MacLachlan, Twin Peaks), der Direktor für Entertainment des Stardust Hotels, ist der gutaussehende und einflussreiche Mann, der Nomi protegieren könnte. Cristal (Gina Gershon), Star der Bühnenshow, fühlt sich ebenfalls von Nomis Schönheit und Talent angezogen. Sie hat die Macht, Nomi entweder zum Star zu erheben oder sie zu vernichten.

Während sich ein Reigen aus Leidenschaft, Eifersucht und Liebe zwischen ihnen entspinnt, lässt sich Nomi mehr und mehr aufsaugen von dieser Glitzerwelt, die sie so sehr begehrt. Sie will weiterkommen und ist bereit, den Preis zu zahlen. Durch eine Affäre mit Cristals Liebhaber Zack scheint sich ihr die Tür nach ganz oben zu öffnen. Als Cristal sich ihr in den Weg stellt, ist Nomi bereit, bis zum Äussersten zu gehen...

Es ist nicht zu verstehen, warum um diesen Film so ein Theater gemacht wird. Und schon gar nicht, wenn er in dieser (gekürzten) Version in die Kinos kommt. Er soll in einigen Staaten Amerikas nach den ersten Vorführungen aus dem Programm genommen worden sein. Verständlich, würde man meinen, obwohl die Gründe einerseits in der schlechten, frauen- und Rockstar-feindlichen Story (Cinderella - "eben noch in Pretty Woman und jetzt auf unserer Showbühne!"), und andererseits in der Zensur, dessen der Film unterworfen war, zu suchen sind. Ein alles in allem enttäuschendes Machwerk des Basic Instinct- Schöpfers Paul Verhoeven, der mit Erotik bekanntlich nicht geizt. Für Glanzlichter sorgen höchstens MacLachlan, oder der aus LA Law als Douglas Brackmann bekannte Alan Rachins (mit Toupet, als fieser Choreograph!). Ein nettes Märchen in der Atmosphäre aus A Chorus Line, mit einer lebendigen Barbiepuppe, mehr nicht.

Angaben zum Film

*.... Robert Michl
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