Simon Birch (1998)

Ein kleinwüchsiger Junge will ganz gross rauskommen.


von Richard Schneider


Simon (Ian Michael Smith) ignoriert die ihm von Ärzten prophezeite kurze Lebenserwartung und lebt gesund und (mehr als) munter weiter. Er ist fest überzeugt, das Schicksal habe etwas Grossartiges mit ihm vor. Von den eigenen Eltern ignoriert, findet er bei seinem besten Freund Joe (Joseph Mazzello, «Jurassic Park») und dessen attraktiven, alleinerziehenden Mutter Rebecca (Ashley Judd, «Kiss the Girls») die Ersatzfamilie fürs Leben. Joe wiederum hat seinen Vater nie kennengelernt. Das auf unterschiedliche Weise schwierige Verhältnis zu ihrer Umgebung verbindet die Jungs in einer besonderen Freundschaft. Die beiden Jungs können zusammen über alles diskutieren. Simons Lieblingsthema ist Sex er ist sehr von den Kurven seiner Klassenkameradinnen fasziniert. Ernst wird Joe aber, wenn es um seinen unbekannten Vater geht, den er finden will. Simon will Joe bei der Suche nach seinem Vater unbedingt unterstützen. Joes Mutter hingegen will das Geheimnis um seinen Vater nicht preisgeben. Ihr neuer Freund Ben Goodrich (Oliver Plat, «Flatliners») wiederum muss sich seinen Platz in der Familie bei den Jungs erkämpfen. Die Zeit vergeht, und es passieren schlimme, dramatische Ereignisse, die Simons Optimismus und seine Überzeugung, zum Held bestimmt zu sein schwer erschüttern. Das Schicksal erweist sich, wie so oft, als sehr grausam. Soll das der grosse Plan Gottes mit dem kleinen Simon Birch gewesen sein?


Simon und Joe auf einem ihrer Erkundungsstreifzüge.
Die lang ersehnte Verfilmung von John Irvings berühmten Roman «A prayer for Owen Meany» wurde von Mark Steven Johnson («Ein verrücktes Paar», «Jack Frost») mit sehr viel Gefühl verwirklicht. Für sein Drehbuch hat er vom ganzen Leben der beiden Helden zwar nur ein Jahr verwendet, dabei jedoch sehr viele Ideen vom Buchautor integriert. Die Schauspieler wurden sogfältig ausgewählt: Es ist faszinierend, wie gut Ian Michael Smith, der noch in keinem Film mitgespielt hat, sein Leinwand-Debüt gemeistert hat. Erwähnenswert ist der kurze Auftritt von Jim Carrey als erwachsener Joe. Die Ähnlichkeit der beiden Darsteller ist verblüffend! Das Filmteam inklusive Kostümdesigner hat optisch mit einer limitierten Farbpalette eine Vielfalt von grossartigen Einstellungen geschafft. Dazu haben auch die sorgfältig ausgewählten, bis zu 4800 km voneinander entfernten Originalschauplätze beigetragen.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Simon Birch (1998)
Land:USA
Genre:Komödie
Bewertung:
 
Regie:Mark Steven Johnson
Drehbuch:John Irving (I)
Mark Steven Johnson
Produktion:Roger Birnbaum
Howard Ellis
Laurence Mark
Koproduktion:Billy Higgins (I)
Ausf. Prod.:John Baldecchi
Kamera:Aaron Schneider (I)
Schnitt:David Finfer
Musik:Marc Shaiman
Ausstattung:David Chapman (II)
Kostüme:Betsy Heimann
Abram Waterhouse
Besetzung:Sam Aaron
Devon Alan
Addison Bell
Tyler Cairns
Jim Carrey
Cecilley Carroll
David Chapman (I)
Cameron Croughwell
Joshua Croughwell
Paul De Fibo
Holly Dennison
Tommy Dorrian
Gil Filar
Wendy Fleming
Gino Giacomini
Tim 'Fuzzy' Hall
Terry V. Hart
Logan Holladay
Jan Hooks
Dana Ivey
Ashley Judd
Sumela Kay
Scotty Leavenworth
Peter MacNeill (I)
Justin Marangoni
Alan Markfield
Christopher Marren
John Mazzello
Joseph Mazzello
Sean McCann
Roger McKeen
Marcello Meleca
Derek Montgomery
Sam Morton
Tony Orr
Oliver Platt
Tom Redman
David Rigby
Dalton Rondell
Guy Sanvido
Jeffrey Schoeny
Mark Skrela
Ian Michael Smith
Barbara Stewart
David Strathairn
Joshua Titen
Kevin White
Beatrice Winde
 
Länge:113 Minuten
Negativ:35 mm
Bild:35 mm (Farbe)
Ton:Dolby Digital
Prod.-firma:Caravan Pictures
Hollywood Pictures
CH Verleih: Buena Vista


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