Space Jam

Get ready to jam!



Irgendwo im Weltall gibt es einen Toon-Planeten, der als Vergnügungspark fungiert. Dieser heisst Moron Mountain und wird vom miesen Swackhammer geführt (kein geringerer als Danny DeVito lieh ihm im Englischen die Stimme). Die grosse Attraktion jedoch fehlt im Park. Deshalb wird entschlosssen, mit fiesen Mitteln an die allseits bekannten Looney Tunes von Warner Brothers heranzukommen. Bugs Bunny geht mit den Nerdlucks einen scheinbar sicheren Deal ein: ein Spiel soll das Schicksal von Sylvester, Daffy & Co. entscheiden. Er fordert die winzigen Aliens zu einem Basketballspiel heraus. Doch bei einer Niederlage wäre das Leben von Bugs' Freunden nicht mal mehr die Farbe wert, mit der sie gezeichnet sind: Es droht lebenslängliche Versklavung in Form von Vergnügungspark-Auftritten.


What's up, doc?

Suffer and Succatash!
Doch die Invasoren sind schlauer, als sie aussehen: mit Tricks saugen sie den besten Spielern der NBA (etwa Barkley, Ewing, Johnson und Bradley) die Basketball-Kräfte aus dem Körper und mutieren zu riesigen langarmigen Basket-Monstars. "Unsere Comic-Helden kann man dagegen wahrlich nicht als Mannschaft bezeichnen. Unter Teamwork verstehen sie das, was sie immer getan haben: Wyle E. Coyote stellt Roadrunner Fallen, Sylvester verfolgt Tweety wie eh und je. Und Yosemite Sam ballert mit seinen Colts weiter ins Schwarze, statt mit dem Ball in den Korb zu treffen." Nur einer kann jetzt noch helfen (jedoch muss er erst ins Zeichentrick-Land entführt werden): Michael "Player of the Year NCAA & All-American, 10faches Mitglied des All Star Teams der NBA, Olympiasieger und Most Valuable Player" Jordan!!


Fazit: Für Kinder zumindest dürfte Space Jam ein herrlicher Spass sein. Der eine oder andere Erwachsene wird sich wohl auch begeistern lassen, denn Basketball vom Feinsten wird geboten. Bei Warner Bros. wurde tief in die Trickkiste gegriffen, um das Zusammenspiel zwischen Realfilm und Zeichentrick so perfekt wie möglich anzunähern. Hut ab! Eine Neuheit ist das allerdings nicht; das gab es doch alles schon. Basketballstars haben wir zuletzt bei Forget Paris bestaunt, und an Roger Rabbit erinnern sich natürlich alle. Das Karnickel heisst hier bloss nicht Roger, sondern Bugs. Selbst Teen Wolf versenkte in letzter Sekunde in Zeitlupendramatik den alles entscheidenden Korb. "Air" Jordan macht seine Sache passabel, der geborene Schauspieler ist er aber nicht. Wenigstens wird das Rätsel gelöst, warum er den Basket-Ball kurzzeitig gegen einen Baseball-Schläger eingetauscht hat. Der Baseball-Strike (oh, ich meine natürlich -Streik) kann mit dem Alien-Virus aber nicht erklärt werden. Wohl aber einer im Basketball-Forum von Los Angeles, wo sich die besten NBA-Cracks fürchten, aufzutreten. Bloss hat letzterer im wahren Leben nie stattgefunden. Bleibt nur die Frage: Was haben ausgerechnet die Looney Tunes mit Basketball zu tun? So gut wie nichts. Na, dann warten wir auf das Playstation Game. That's all, Folks!
***.. Robert Michl
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Angaben zum Film

Titel:Space Jam
Genre:Kinderfilm
Bewertung:***..
Länge:90 Minuten
Regie:Joe Pytka (Let it Ride)
Drehbuch:Steve Rudnick & Leo Benvenuti, Timothy Harris & Herschel Weingrod
Produktion:Ivan Reitman (Ghostbusters), Joe Medjuck, Daniel Goldberg
Kamera:Michael Chapman, A.S.C.
Musik:James Newton Howard
Besetzung:Michael Jordan
Bugs Bunny, Larry Bird, Charles Barkley, Patrick Ewing
Wayne Knight (Dead Again)
Bill Murray (Groundhog Day)
Technik:Bruce W. Smith, Tony Cervone
Verleih:Warner Bros.



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