Taxi (1998)

Wenn sich ein weltfremder IBM-Angesteller als Polizeibeamter entpuppt und der zuvorkommende Taxifahrer zum rasenden Rennfahrer wird, dann befinden wir uns mitten im neusten Streifen aus der Feder von Luc Besson.


von Kirstin Schild


Der Kult-Filmer, der immer wieder für Überraschungen sorgt, beweist dieses mal Mut, in dem er auf grosse Namen vezichtet und seine Rollen vorwiegend mit unbekannten SchauspielerInnen besetzt. Vor allem die beiden Hautpdarsteller (Samy Nacéri und Frédéric Diefenthal) geben ein herrlich-erfrischendes Gespann ab.


Daniel (P. Nacéri) versucht seiner Freundin Lilly (Marion Cotillard) zu erklären, weshalb er auf einmal die „stroumpfs" arbeitet.
Pizza-Kurier Daniel (S. Nacéri) hat nur den einen Wunsch - von zwei Rädern auf vier umzusteigen. Dies verwirklicht er sich, indem er ein eigenes Taxi (und was für eines ...) ersteht und mit diesem überglücklich und mit 200 Sachen durch die Strassen von Marseille donnert. Doch kurz darauf wird ihm seine Leidenschaft zum Verhängnis.

Als er einem angeblichen IBM-Mitarbeiter sein Können demonstrieren will, outet der sich als Polizist und die Misère ist perfekt. Daniel wird vor eine schwerwiegende Entscheidung gestellt: Entweder ein Leben als Fussgänger, was seinem Tod gleichkäme oder Zusammenarbeit mit den «Flics». Widerwillig nimmt Daniel das Angebot an und verhilft dem bisher erfolglosen Polizisten Emilien (F. Diefenthal) nicht nur zu beruflichem, sondern auch zu privaten Glück. Gemeinsam jagt das ungleiche Paar eine deutsche „Mercedes-Gang«, wobei Emiliens Ungeschicklichkeit immer wieder für skurrile Situationen sorgt. Darüber hinaus kommen sich die Beiden aber auch näher und entdecken beim Genuss eines von der Polizei konfiszierten Jointes (»der Polizei-Job hat auch seine Vorteile"), sogar gemeinsame Knabenträume. Zum Schluss wird auch Daniel für seinen Einsatz belohnt und sein grösster Traum wird Wirklichkeit.

Taxi ist eine gelungen Mischung aus schnellen Autos, geistreichen Wortwitz und einer grossen Portion französischem Charme. In typischer Besson-Manier ballern die Helden gnadenlos auf alles was sich bewegt um nur einen Augenblick später dem Publikum die rührendste Schwäche zu offenbaren. Die Figuren sind derart menschlich und voller Widersprüche, dass einem sogar die Polizei ans Herz wächst. Und auch „die Deutschen", allen voran die attrakive Kommissarin Petra (Emma Sjöberg) sind nicht von Grund aus böse...

Für Hip-Hop Fans bietet Taxi ein zusätzliches Highlight. Der Soundtrack stammt von der französischen Band IAM.



Kinoprogramme

Angaben zum Film

Titel:Taxi (1998)
Land:USA
Genre:Actionfilm
Bewertung:
 
Regie:Gérard Pirès
Drehbuch:Luc Besson
Produktion:Luc Besson
Laurent Petin
Luc Besson
Besetzung:Marion Cotillard
Frédéric Diefenthal
Manuela Gourary
Samy Naceri
Emma Sjoeberg
Marion Cotillard
Frédéric Diefenthal
Manuela Gourary
Samy Naceri
 
Negativ:35 mm
Bild:35 mm Scope (Farbe)
Ton:Dolby Digital
Prod.-firma:France:U
CH Verleih: Monopole Pathé Films


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