That Thing You Do!

The One Hit One-ders



Hanks versetzt uns in die Sixties, und ein wunderschönes Back to the Future-Feeling macht sich breit.


"You look fabulous in red,
have I told you that?"
("Shades" und Lenny)
Erie, PA, 1964. Vier Jungs vor ihrem ersten Auftritt mit ihrer Band:
Jimmy: Gitarre, Gesang (Johnaton Schaech), unzertrennlich mit Freundin Faye (Liv Tyler)
Lenny: Gitarre, Gesang (Steve Zahn)
???: Bass (Ethan Embry)
Chad: Schlagzeug (Giovanni Ribisi)

Am Wochenende soll die Talentshow über die Bühne gehen, doch die Band hat noch keinen Namen... Deshalb entscheidet man sich letzlich für <<The Oneders>>, was natürlich wie <<The Beatles>> ein Wortspiel ist, aber von den meisten missverstanden wird. Kurz vor dem Gig jedoch die Panne: Chad bricht sich den Arm! Was nun? Kein Problem: Guy Patterson, der tagsüber im Elektroladen des Vaters jobbt, nachts in dessen Keller die Schlagzeugfelle traktiert, lässt sich gern überzeugen. Sein Auftritt bei der Probe lässt Chad schnell vergessen machen und erinnert ein bisschen an den Doors- Movie. Dass dies aber der Beginn einer steilen Weltkarriere ist, hätte niemand gedacht.


In every life there comes a time when that dream you dream becomes that thing you do

Die Tochter des Aerosmith-Sängers und
Guy mal nicht sonnenbebrillt. Wann werden
aus Faye und Jimmy...Faye und Guy?
Natürlich gewinnen die "Oh-nie-ders" den Titel, und werden nach einem bezahlten Auftritt in einer Pizzeria von einem unbedeutenden Manager unter die Fittiche genommen. Das bringt "Airplay", eine Single und die schönste Szene des Films, wenn die Band zum erstenmal über den Aether geht. Mit der Zeit werden auch die Produzenten mächtigerer Platten-Labels hellhörig.


Karriere-Höhepunkt.
"You look fabulous in black,
have I told you that?"

Das Erbe der Pilzköpfe holt uns wieder ein!

Allen voran Mr. White (wohl zuviel Reservoir Dogs geschaut, Mister Hanks?) von Playtone Records, vom Regisseur selbst hervorragend in Szene gesetzt. Man kann es ihm nicht verübeln, die guten Dialoge für sich selber reserviert zu haben (das macht schliesslich Branagh auch immer). Doch der Gitarrist Lenny stiehlt ihm die Show, seine Witze könnten aus ihm glatt einen Standup-Komiker machen, und da bietet er Kevin Pollack (der in einer kurzen Rolle als "Boss Vic Koss" auftritt) echte Konkurrenz. Von nun an ist der Höhenflug der <<Wonders>> (wie in "Wunder"; mich "wundert", was aus den <<Oneders>>geworden ist) nicht mehr zu bremsen. An The Compleat Beatles angelehnt schnellt unsere fiktive Band die Charts hoch. Niemand kann sie aufhalten, ausser vielleicht sie selbst.


Fazit: Eine wunderbare, leichtfüssige und fingerschnippende Rock&Roll-Komödie, die die alten Zeiten der ersten echten "Boy Groups" in Erinnerung ruft: Beatle-Mania, kreischende Mädchen! Ein Feelgood-Movie, der für jeden einige Zückerchen bereithält und Tom Hanks ein gutes Regie-Debut beschert. Wenn man gut aufpasst, erhascht man kurze Auftritte von Leuten wie Chris Isaac ("Uncle Bob, huh?"), oder sogar Jonathan Demme (man beachte den Regiestuhl beim "Rick & Anita"-Film am Strand!). Für That Thing You Do wurden alle Songs extra geschrieben, sogar Hanks hatte bei einigen seine Finger im Spiel. Kurz vor Schluss schien mir eine Szene jedoch wie ein Videotransfer vorgekommen zu sein, mit Guy beim Schlagzeug-Solo im Studio. A propos Guy: Aus dem jungen Tom Everett "I am Spartacus" Scott, der ein bisschen an Hanks erinnert, könnte durchaus noch etwas Grosses werden.


****. Robert Michl
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Angaben zum Film

Titel:That Thing You Do!
Genre:Musikfilm
Bewertung:****.
Länge:107 Minuten
Regie:Tom Hanks
Drehbuch:Tom Hanks
Produktion:Jonathan Demme, Gary Goetzman, Edward Saxon
Kamera:Tak Fujimoto
Musik:Tom Hanks (!), Howard Shore, Adam Schlesinger, uvm.
Besetzung:Tom Everett Scott (Law and Order)
Tom Hanks (Philadelphia, Forrest Gump)
Johnaton Schaech (How to Make an American Quilt)
Liv Tyler (Aerosmith-Video "Crazy")
Steve Zahn (Crimson Tide)
Ethan Embry (White Squall)
Verleih:20th Century Fox

Weitere Informationen gibt es hier.




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