Werner, das muss kesseln!!!

Nach sechs Jahren Leinwand-Abstinenz ist der "nordische Outlaw" wieder da. Gemeinsam mit so alten Bekannten wie Andi, Meister Röhrich oder Eckat startet er einen Angriff auf das Zwerchfell, von dem sich dieses so rasch nicht wieder erholen dürfte.



Auf ihrer immerwährenden Suche nach noch mehr Bölkstoff und PS zetteln die Wernersens (alias Werner und Andi) dieses Mal eine Wette mit Nobelschröder an, der genau so daherkommt, wie sein Name andeutet: mit Bentley und Handy.


"Immä Äggä middi Pullizei"

"Männer, nu passt ma auf!"

Mit einem geborgenen Flugzeugmotor aus dem letzten grossen Krieg beginnen die zwei ein infernales Gefährt zu basteln, das Nobelschröders Bentley ein für allemal in die zweite Liga befördern soll. Doch aufgrund widriger Umstände, sei das nun in Gestalt einer betörenden Frau, des Fuselin-Spritpanschers Shorty Möchtegross oder Werners Chefs Meister Röhrich, kommt das Projekt nur schleppend voran. Schliesslich aber nicht schlussendlich verlieren sie die x-te Wette - und einen Freund. Oder doch nicht?

Anders als beim ersten Film Werner, Beinhart! hat Rötger Feldmann alias Brösel dieses Mal nicht einfach einzelne Sequenzen aus den gedruckten Comicstrips zu einem Patchwork zusammengeflickt, sondern gemeinsam mit seinem Bruder Andi und Christian Sievers eine neue Geschichte geschrieben, die in sich aufgeht und einen einigermassen roten Faden hat. Trotzdem blieb viel Raum für die 1001 Kleinigkeiten und lose in die Story gehängte Situationskomik, die dieser Art von Animationsfilmen ihren so eigenen, charmanten Charakter geben. Auf der gesamten Länge weist Werner, das muss kesseln!!! in Sachen Rasanz und Witz kaum abflauende Minuten auf.

"Ha... ha... HASCHISCH!!!"
"Brösel ist ein Maniac, und solche Künstler braucht man, wenn etwas entsteht", Regisseur Michael Schaack über Rötger Feldmann. Und weiter: "Einer, der seine eigene Welt aufbaut und verteidigt. Er ist das Herz dieses Films." Obschon Brösel seine Figuren "lieber im Buch" sieht, hat er auch bei der Realisation immer wieder seine Vorstellungen einfliessen lassen: "Drehbuchschreiben macht natürlich viel Spass. Wobei ich gemerkt habe, wie schwer es mir fällt, andere Leute die eigenen Ideen umsetzen zu lassen." Aber gerade das in in diesem Fall wirklich gelungen und wird hoffentlich nicht nur Comicfans in die Kinos locken. Denn dort kesselt es gewaltig!!!

Sven Schwyn


Angaben zum Film

Copyright © 1996 Buena Vista International (Schweiz) AG (Bilder)
Copyright © 1996 CineNet (Text)