Congo

Dir. Frank Marshall
Cast. Dylan Walsh, Laura Linney, Ernie Hudson, Tim Curry
Phot. Allen Daviau
Prod. Kathleen Kennedy, Sam Mercer
Prod. Company. Kennedy/Marshall Company
Distr. UIP
Format. 35m, 1:2.35 (scope)
Sound. DTS, Dolby Stereo Digital, THX

"Where YOU are the endangered species"

Eigentlich verstehe ich gar nicht, wieso sich so wenige für diesen Film begeistern lassen. Der Hauptgrund soll wohl die Imitation von Gorillas und/oder Killeraffen gewesen sein. Dabei störte mich das gar nicht! Es ist klar, dass ich unter den meisten dieser Tiere Menschen im Kostüm befanden, aber meist ging das so schnell, dass es gar nicht auffiel, und bei der tierischen Hauptrolle Amy war es fast perfekt. Fast. Den was mich störte, war diese Seaquest-Idee von Spracherkennung. Zumindest im Forschungslabor aber, mit (taub)stummen Menschen, kam dies wirkungsvoll mittels dem narrator.device des Amiga zum Tragen. Denn diesen Virtual Reality-Handschuh gibt es wirklich!

Viel mehr gestört hat die übertriebene (Tele) Kommunikations- Technologie, wie das in Hollywood halt üblich ist. Satelittensch**ss und Alienmässige Bewegungsmelde-Knarren halt. Und Bond-Laser mit Diamantenkern. Natürlich alles unglaubwürdig und das ist kein gutes Zeichen. Aber ansonsten herrliche Landschaften, actionreiche Story und ein cooler Vulkanausbruch aus der digitalen ILM-Küche. Und angriffslustige Nilpferde, cool!

Story..hm. Auch hier sind Einschränkungen zu machen. Der Drehbuchautor muss zuviele 007-Filme gesehen haben. Denn von Crichtons ehemaliger "Human against Nature"-Idee merkt man nicht mehr viel, dafür kreuzen sich zufällig die Wege von Satellitenfreaks, Tierwissenschaftlern und rumänischen Goldgräbern in einer verschollenen Diamantenstadt Zinj, wo eine Horde Monsteraffen gierig darauf lauert, von Laserkanonen verballert zu werden. Schon fragwürdig, aber man wird abendfüllend unterhalten. Uebrigens: was hat König Salomon mit ägyptischen Hieroglyphen gemein?!

Anleihen an Jurassic Park (eigentlich hätte Laura Dern den Part der Wissenschaftlerin spielen müssen! Zumindest heisst sie auch Laura), klar, es ist ja nach dem Roman von Crichton. Sowie an Indiana Jones (Diamanten-Minen mit Hieroglyphen), Gorillas in the Mist, E.T. (Affe spricht: "Amy Dschungel"), Drop Zone, Beyond Rangoon, Deliverance und natürlich King Kong.

Besonders gefallen hat mir Tim Curry als Mister Homolka mit gelungenem rumänischen Akzent. Und das "Bruce Campbell Scouting" war auch nicht schwierig, ist er doch der erste Schauspieler, der bei Congo auf der Leinwand auftaucht.:)

Fazit: Nur für Abenteuerfilm-Freaks, den anderen sei Crichton's Buch ans Herz gelegt.

Kinos Zürich: Capitol 1, Cinemax 2, Corso 2, Metropol 1

Kino Luzern: Capitol 1

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R. Michl

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